Die Costa Brava ist die Küste, an der fast jedes Wohnmobil auf dem Weg in den Süden vorbeirauscht. Wir haben angehalten, und genau hier lagen einige der schönsten Orte unserer ganzen Spanienreise. In diesem Bericht bekommst du unsere komplette Route von der Grenze bis Barcelona: La Jonquera, Roses, Cadaqués, Pals, Begur und zum Schluss die Großstadt. Dazu Fahrzeiten, die Regeln der Gemeinden und die Stellen, an denen wir selbst Fehler gemacht haben. Alle geprüften Orte findest du in unserem Spanien-Reiseführer.
Unser erster Eindruck von der Costa Brava

Ein neues Land, eine neue Reise. Nach einer langen Anfahrt durch Frankreich sind wir an der französisch-spanischen Grenze angekommen und direkt an der Costa Brava entlanggefahren. Schon am ersten Tag standen wir in Portlligat an einer Bucht, die uns an die Schären erinnert hat, die wir in Schweden gesehen haben.
Als Lehmann Vlogs haben wir vier Monate am Stück in Spanien verbracht und dabei 246 Orte persönlich in unserer Karte markiert. Die Costa Brava war der Auftakt, und sie gehört für uns zu den Highlights der ganzen Reise. Du musst nicht bis in den Süden fahren, um Spanien von seiner schönsten Seite zu sehen.
Unsere Route in sechs Stopps:
- •La Jonquera: erste Nacht direkt hinter der Grenze
- •Roses: Palmenpromenade und spanische SIM-Karte
- •Cadaqués: weißes Künstlerdorf mit Dalí-Haus, nicht für lange Wohnmobile
- •Pals: mittelalterliches Dorf, Wohnmobil vor dem Ort abstellen
- •Begur: Burg, Calas und der Küstenweg Camí de Ronda
- •Barcelona: Großstadt als Abschluss, mit Umweltzone
Die Costa Brava ist der nördlichste Küstenabschnitt Kataloniens und reicht von der Grenze bis etwa Blanes. Für Wohnmobil-Reisende ist sie der Einstieg nach Spanien. Wie du die Stopps verbindest, steht direkt unter unseren Empfehlungen.
Das brauchst du für deine Spanien-Reise
Damit du entspannt startest, hier unsere wichtigsten Empfehlungen aus vier Monaten Spanien auf einen Blick:
- •📍 Diebstahlschutz: GPS-Tracker fürs Wohnmobil (Trackiwi)*
- •💧 Sauberes Trinkwasser: ALB Filter fürs Wohnmobil*
- •⚡ Autark unterwegs: unser Elektrik-Schaltplan für den Camper
Alle geprüften Stellplätze für Spanien
La Jonquera, Cadaqués und Pals sind erst der Anfang. In unserem Lehmann Vlogs Spanien-Reiseführer findest du unsere persönlich markierten Orte aus vier Monaten Vollzeit-Reise, von der Costa Brava bis in den überwinterungsfreundlichen Süden, mit interaktiver Google-Maps-Karte.

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La Jonquera, Cadaqués und Pals sind erst der Anfang. In unserem Lehmann Vlogs Spanien-Reiseführer findest du unsere persönlich markierten Orte aus vier Monaten Vollzeit-Reise, von der Costa Brava bis in den überwinterungsfreundlichen Süden, mit interaktiver Google-Maps-Karte.
- •✅ 246 persönlich markierte Orte in Spanien
- •✅ Interaktive Google-Maps-Karte (online & offline)
- •✅ Anreise, Maut, Freistehen & Sicherheit erklärt
- •✅ Persönliche Bilder & ehrliche Bewertungen
Unsere Costa-Brava-Route von der Grenze bis Barcelona

Die Route folgt der Küste von Nord nach Süd. Die Kilometer haben wir mit dem Routenplaner zwischen den Ortszentren nachgerechnet, im Wohnmobil brauchst du auf den Bergstraßen eher etwas länger.
| Etappe | Strecke laut Routenplaner |
|---|---|
| La Jonquera nach Roses | rund 40 km, rund 40 Minuten |
| Roses nach Cadaqués | rund 17 km, knapp 25 Minuten |
| Cadaqués nach Pals | rund 67 km, gut eine Stunde |
| Pals nach Begur | rund 8 km, gut 10 Minuten |
| Begur nach Barcelona | rund 132 km, knapp 2 Stunden |
Zusammen sind das gut 260 km. Wer direkt über die AP-7 von der Grenze nach Barcelona fährt, ist in knapp zwei Stunden dort und lässt alle Stopps dieser Route aus.
Wie viel Zeit du einplanen solltest:
Pals und Begur liegen so nah beieinander, dass du beide Orte an einem Tag anschauen kannst. Wir haben in Pals auf dem ausgeschilderten Wohnmobilparkplatz übernachtet. Für Cadaqués und Barcelona planst du am besten jeweils einen eigenen Stopp ein.
Auf dem Weg von La Jonquera nach Cadaqués liegt Roses, dazu haben wir einen eigenen Beitrag. Wer danach weiter nach Süden will, findet die Anschlussroute in unserer Spanien-Ostküste mit dem Wohnmobil. Alle Etappen mit Stellplätzen stehen in unserem Spanien-Reiseführer.
Anreise über Frankreich: Maut oder Landstraße?
Die schnellste Anreise an die Costa Brava führt aus Deutschland über die französischen Autobahnen. Wir sind rund 14 Stunden fast durchgehend gefahren und konnten konstant Tempo halten, was mit einem Wohnmobil angenehm entspannt ist.
Für die französische Maut haben wir mit unserem Peugeot Boxer rund 120 Euro gezahlt. Die Maut richtet sich nach der Fahrzeughöhe und der Achszahl. Höhere oder dreiachsige Fahrzeuge fallen in eine teurere Klasse.
Die mautarme Alternative:
Es gibt einen deutlich günstigeren Weg über die Landstraßen. Nach unserer Recherche vor der Reise kommst du so für rund 25 Euro statt 120 Euro nach Spanien, gefahren sind wir diese Variante nicht. Der Haken: Du brauchst rund fünf bis sechs Stunden länger und hast mehr Verschleiß am Fahrzeug.
Welche Route sich für dein Fahrzeug rechnet und wo die günstigen Streckenabschnitte liegen, haben wir Schritt für Schritt in unserem Spanien-Reiseführer aufgeschrieben, inklusive Etappen und bester Reisezeit.
Stopp 1: La Jonquera, die erste Nacht hinter der Grenze

Direkt hinter der Grenze liegt La Jonquera. Der Ort hat sich als Startpunkt für Wohnmobile etabliert, weil es dort ein großes Outlet mit vielen Läden und einem großen Supermarkt gibt. Rund um den Ort findest du außerdem mehrere Tankstellen.
Wir haben unsere erste Nacht in Spanien auf dem Parkplatz verbracht. Mit uns stand dort eine riesige Zahl anderer Wohnmobile, viele davon große Luxusmodelle. Romantisch ist das nicht, aber wir haben uns sicher gefühlt. Für Besorgungen direkt hinter der Grenze bietet sich der Ort an.
Zwei Tipps für La Jonquera:
- •Stell dich nach hinten. Im hinteren Bereich ist es ruhig, am Morgen wird es voller, wenn die Leute ins Einkaufszentrum wollen.
- •Kauf am nächsten Tag im Outlet ein. Eine offizielle Regel zum Übernachten haben wir nicht gefunden, nach unserem Eindruck wird es geduldet. Mit deinem Einkauf unterstützt du den Ort, damit das so bleibt.
Bis Roses sind es von hier rund 40 Minuten.

Warum über 1000+ Camper uns vertrauen

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| Unser Reiseführer | Buchhandel | |
|---|---|---|
| Google Maps Karte | ✅ | ❌ |
| Freistellplätze | ✅ | ❌ |
| Campingplatz Bewertungen | ✅ | ❌ |
| Routen & Tagespläne | ✅ | ❌ |
| Essen & Insider-Spots | ✅ | ❌ |
| Sparen & Praktische Tipps | ✅ | ❌ |
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Stopp 2: Roses und die spanische SIM-Karte

Roses ist ein kleiner Urlaubsort mit einer schönen Promenade voller Palmen und vielen kleinen Läden. In der Saison ist hier viel los, viele Urlauber verbringen ihre ganze Zeit in einer Ferienwohnung in Roses.
Für uns war Roses vor allem der Ort für die SIM-Karte. So nah an der Grenze bist du danach für die ganze Reise mit Internet versorgt.
So lief es bei uns:
- •Prepaid-Karte von Simyo mit 300 GB für rund 20 Euro im Monat
- •Der Mitarbeiter im Handyladen hat alles eingerichtet
- •Mitbringen mussten wir nur unseren Pass
- •Nach rund fünf Minuten waren wir online
Welcher Laden es war, was wir vorher falsch gemacht haben und wo du in Roses mit dem Wohnmobil stehst, steht in unserem Beitrag Roses mit dem Wohnmobil.
Stopp 3: Cadaqués, das weiße Künstlerdorf am Meer

Cadaqués liegt auf der Halbinsel Cap de Creus am Ende einer engen, kurvigen Bergstraße. Die Anfahrt ist anstrengend, die Aussicht unterwegs dafür grandios.
Beim ersten Spaziergang durch die Gassen hatten wir das Gefühl, in Griechenland zu sein: weiße Häuser mit Blau, enge Gassen, durch die eigentlich nur Roller fahren. Über dem Ort thront eine Kirche, und rund um den Hafen reihen sich kleine Boutiquen, Eisdielen und Restaurants.
Achtung bei langen Wohnmobilen:
Die Straße nach Cadaqués ist sehr kurvenreich, und auch der Ort selbst ist eng. Mit einem Camper zwischen 6 und 7 Metern solltest du keine Probleme haben, ab rund 7 bis 7,5 Metern Länge würden wir dir von der Fahrt abraten.
Gut zu wissen für Camper:
- •Mit dem Wohnmobil meidest du die engen Altstadtgassen und parkst außerhalb
- •Vom Parkplatz läufst du in rund 15 Minuten in den Ort
- •Eine Kugel Eis kostete bei uns 3,50 Euro
In der Nachbarbucht Portlligat hat sich Salvador Dalí niedergelassen, sein Haus ist heute ein Museum.
Casa Blava und die Gassen von Cadaqués
Direkt an der Promenade fällt ein besonders auffälliges Gebäude ins Auge: die Casa Serinyana, von den Einheimischen Casa Blava genannt, das blaue Haus. Es ist ein schönes Beispiel für den katalanischen Modernisme und wurde zwischen 1910 und 1913 gebaut.
Was uns überrascht hat: Laut der Tafel vor Ort war das Haus zuletzt für über 15 Millionen Euro angeboten, und das mitten in einem Ort, der gefühlt am Ende der Welt liegt. Der Reiz von Cadaqués liegt genau in dieser Mischung aus Abgeschiedenheit und Schönheit.
Nimm dir Zeit, einfach durch die Gassen zu schlendern. Wir waren am Abend dort, kurz nach Sonnenuntergang, und fanden die beleuchteten Gassen mit ihren kleinen Boutiquen besonders schön.

Casa Dalí und unser Parkplatz in Portlligat


Gestanden haben wir auf einem Parkplatz an der Nachbarbucht Portlligat, rund 15 Minuten zu Fuß von Cadaqués entfernt. Die Gemeinde weist ihn auf einem Schild als kostenlosen Parkplatz aus. Bei uns standen in der Nebensaison einige Wohnmobile dort. Für die Hauptsaison hatten wir vorab von einer Gebühr um 15 Euro gelesen, auf dem Schild steht dazu nichts. Versorgung gibt es keine.
Direkt daneben liegt das Casa-Museu Salvador Dalí, das Wohnhaus des Künstlers. Bei unserem Besuch kostete der Eintritt 15,50 Euro. Laut Fundació Dalí kostet das Ticket online ab 15,50 Euro, an der Kasse und je nach Saison mehr, und ohne vorab gebuchtes Zeitfenster kommst du nicht hinein.
Zwei Bedingungen, unter denen wir den Platz empfehlen:
- •Es regnet nicht. Das Schild warnt ausdrücklich vor Überflutung bei Regen. Der Boden ist Kies und Sand, nach Regen stehen dort große Pfützen und es wird matschig.
- •Dein Wohnmobil ist nicht zu lang. Ab rund 7 bis 7,5 Metern würden wir die Anfahrt nach Cadaqués gar nicht erst machen.
Was die Gemeinde zum Übernachten sagt:
Die Verkehrsordnung von Cadaqués verbietet im ganzen Gemeindegebiet, im Fahrzeug zu übernachten (pernoctar), wenn keine ausdrückliche Erlaubnis der Gemeinde vorliegt. Außerdem verbietet sie, außerhalb des Fahrzeugs Tisch, Stühle oder Markise aufzustellen. Die Bußgeldtabelle nennt dafür jeweils 200 Euro. Ob für den Parkplatz in Portlligat eine solche Erlaubnis gilt, steht auf dem Schild nicht. Frag im Zweifel bei der Gemeinde oder im Tourismusbüro nach, bevor du über Nacht bleibst.
Unsere Bewertung des Platzes und die Zufahrt findest du in der interaktiven Karte unseres Spanien-Reiseführers.
Església de Santa Maria: Barockaltar und Blick über Cadaqués

Die Kirche Santa Maria steht am höchsten Punkt der Altstadt. Ihre Geschichte ist eng mit den Piratenüberfällen auf die Küste verbunden, bei denen sie im 15. und 16. Jahrhundert schwer getroffen wurde.
Von oben hast du einen tollen Blick über die weißen Häuser und die Bucht. Im Innenraum steht ein üppig vergoldeter Barockaltar aus dem 18. Jahrhundert.
Der Weg hinauf führt durch die Gassen der Altstadt, und oben siehst du, wie die Kirche über dem Dorf steht.
Stopp 4: Pals, Mittelalter und unser Fehler mit dem Camper


Pals ist eine unserer größten Empfehlungen in der Region. Das mittelalterliche Dorf liegt im Hinterland, gut eine Stunde von Cadaqués entfernt, und ist noch gut in diesem alten Stil erhalten: Natursteinhäuser, enge Gassen und oben ein Platz, von dem aus du den Sonnenuntergang genießt.
Unser Fehler: Wir sind mit dem Camper hineingefahren.
Am Ortseingang steht ein Schild, das Fahrzeuge über 3,5 Tonnen aus dem Ort heraushält. Unser Camper ist sechs Meter lang und gar nicht so schwer, wir hätten also hineinfahren dürfen. Bereut haben wir es trotzdem sofort. Die Gassen waren so eng, dass wir mitten im Ort eine halbe Panikattacke hatten.
Fahr deshalb nicht in den Ort, egal wie schwer dein Wohnmobil ist. Am Anfang des Ortes gibt es einen kostenlosen Parkplatz, den die Gemeinde für Wohnmobile ausgewiesen hat. Wir hatten dort eine sehr ruhige Nacht und sind in rund 15 Minuten zu Fuß in die Altstadt gelaufen. Stühle, Tisch und Markise bleiben drin, laut Beschilderung drohen sonst bis zu 300 Euro.
Der Umweg, der dir den Stress spart:
Wer dem Navi folgt, landet schnell in den engen Gassen. In unserer Reisekarte haben wir die Anfahrt eingetragen, mit der du außen herum zum Parkplatz kommst. Die findest du im Spanien-Reiseführer.
Wer in der Weihnachts- und Neujahrszeit hier ist, kann an manchen Tagen ein lebendiges Krippenspiel in der Altstadt erleben. Die Termine stehen vorher online.
Kostenlos stehen an der Costa Brava
In unserer Reisekarte haben wir viele kostenlose Wohnmobilstellplätze markiert, mit eigenen Fotos, Bewertung und der Zufahrt, die wir selbst gefahren sind.
Stopp 5: Begur, Burg und Calas über der Küste


Nur gut zehn Minuten mit dem Auto von Pals entfernt liegt Begur, ebenfalls ein historisches Dorf. Ganz so gut erhalten wie Pals ist es nicht, dafür ist der Ortskern lebendig: Rund um den kleinen Platz sitzen die Leute in den Cafés, und die Kirche Sant Pere steht mittendrin.
Das Highlight ist die Burg, das Castell de Begur, über dem Ort. Laut Gemeinde führt eine 280 Meter lange Rampe vom Parkplatz Es Garrigar hinauf. Aus dem Ort bist du nach unserer Erfahrung in 15 bis 20 Minuten oben. Oben hast du einen weiten Blick über die Küste, die Wälder und die Berge, tagsüber genauso wie zum Sonnenuntergang.
Stehen in Begur:
Am Ortsrand gibt es einen Platz, den die Gemeinde für Wohnmobile ausgewiesen hat. Genau dort haben wir mit unserem Peugeot Boxer gestanden: ruhig und auch für längere Fahrzeuge geeignet. Vom Platz sind es rund 20 Minuten zu Fuß ins Zentrum und 30 bis 40 Minuten hinauf zur Burg.
Begur hat eigene Regeln für Wohnmobile. Was der Flyer der Gemeinde dazu sagt, steht weiter unten im Abschnitt zu den Regeln.
Mit dem Fahrrad zwischen Pals und Begur:
Vom Parkplatz in Pals kannst du mit dem Fahrrad bis nach Begur fahren. Die Radwege sind genau dafür ausgelegt, beide Dörfer an einem Tag zu verbinden, und wir können die Tour empfehlen.
Von Begur aus erreichst du außerdem mehrere Buchten, die sogenannten Calas: Sa Tuna, Aiguablava, Fornells und Sa Riera. Die Zufahrten sind teilweise sehr eng, prüfe die Strecke vorher, wenn du mit einem größeren Wohnmobil unterwegs bist.
Aussicht und Wandern: der Camí de Ronda

Wer die Costa Brava zu Fuß erleben will, nimmt den Camí de Ronda, einen Weg entlang der Küste. Mark empfiehlt ihn im Video als einen der schönsten Küstenwege Kataloniens: Er führt durch Pinienwälder bis zu einem Fischerort, der für guten Fisch bekannt ist.
Südlich von Begur hat die Gemeinde Palafrugell ein eigenes Netz dieser Wege an der Küste, entlang von Calella de Palafrugell, Llafranc und Tamariu. Begur ist ein guter Ausgangspunkt für Wanderungen auf dem Camí de Ronda, und den Weg kannst du dort gut mit einem Abstecher zu den Calas verbinden.
Stopp 6: Barcelona als Abschluss

Viele Wohnmobil-Reisende machen einen Bogen um Barcelona, und wir verstehen das. Die Stadt hat eine Umweltzone, du musst wissen, wo du schläfst, und die Planung ist aufwendiger als an der Küste. Trotzdem war Barcelona eines unserer Highlights der ganzen Spanienreise.
Die Stadt verbindet einen Badestrand mit Großstadtflair: die Sagrada Família, das Gotische Viertel mit seinen mittelalterlichen Gassen, eine Innenstadt zum Shoppen, viele Restaurants, den Hafen und das Meer. Lass sie nicht aus, nur weil sie eine Großstadt ist.
Unser Weg in die Stadt:
- •Im Umland stehen: Für das Wohnmobil gibt es im Umland Stellplätze und Campingplätze.
- •Mit dem Zug in die Stadt: Das kostet nur wenige Euro und geht schnell.
- •Umweltzone vorher klären: Ausländische Fahrzeuge müssen für die Umweltzone vorab registriert sein, Details im Barcelona-Beitrag.
Einen Stellplatz direkt in Barcelona gibt es auch. Schön ist er nicht, für eine Nacht ist er aus unserer Sicht aber praktisch. Wie die Umweltzone ZBE genau funktioniert, was die Registrierung kostet und welche Tickets sich lohnen, steht in unserem Beitrag Barcelona mit dem Wohnmobil.
Freistehen an der Costa Brava: was die Gemeinden regeln
Begur und Cadaqués haben eigene Regeln für Wohnmobile. Hier stehen sie direkt aus den Texten der beiden Gemeinden:
| Gemeinde | Was die Gemeinde regelt |
|---|---|
| Begur | Parken wie jedes andere Fahrzeug erlaubt, Campen im ganzen Gemeindegebiet verboten, 300 bis 900 Euro |
| Cadaqués | Übernachten im Fahrzeug ohne Erlaubnis der Gemeinde verboten, Tisch und Stühle außerhalb des Fahrzeugs ebenfalls, je 200 Euro |
Was in Begur schon als Campen gilt:
Der Flyer der Gemeinde (Februar 2026) zählt genau auf, wann ein Wohnmobil als campend gilt:
- •Stühle, Tisch oder Ähnliches vor dem Fahrzeug
- •Markise, Vorzelt oder ausgestellte Fenster, die über das Fahrzeug hinausragen
- •Stützen oder Auffahrkeile unter den Rädern
- •Abwasser, Grauwasser oder Toilette ablassen
- •Lärm durch Generator oder laufenden Motor
- •Eine ausgeklappte Einstiegsleiter
Achte besonders auf die Keile: Wer auf einem schiefen Platz die Auffahrkeile unterlegt, campt nach dieser Lesart schon. Wie die Rechtslage in ganz Spanien aussieht und welche Strafen real sind, haben wir in Wildcampen in Spanien aufgeschrieben.
Was kostet die Costa Brava mit dem Wohnmobil?
Die Costa Brava muss nicht teuer sein. Für die Anreise kommen Maut und Sprit zusammen, vor Ort lässt sich mit kostenlosen Stellplätzen sparen. Hier unsere Richtwerte aus der Praxis:
| Posten | Typische Kosten |
|---|---|
| Diesel | rund 1,85 bis 1,95 € pro Liter |
| Französische Maut (Anreise, Wohnmobil) | rund 120 €, mautarm rund 25 € |
| Eintritt Casa-Dalí-Museum | ab 15,50 € online |
| SIM-Karte mit 300 GB | bei uns rund 20 € im Monat |
| Caña oder Café con leche | 1,50 bis 2,50 € |
| Tapas-Portion | 3 bis 6 € |
Diesel ist an Supermarkt-Tankstellen deutlich günstiger als an Autobahn-Raststätten. Wo du entlang der Route am besten stehst und tankst, steht im Spanien-Reiseführer.
Sicherheit an der Costa Brava: die AP-7-Maschen
Vor der Reise haben wir viel über aufgebrochene Wohnmobile und Banden gelesen, und das hat uns ehrlich ein mulmiges Gefühl gegeben. Nach der ersten Nacht und dem ersten Tag an der Küste konnten wir sagen: Wir haben uns sicher gefühlt. Der Blick auf die Zahlen hilft, die Angst einzuordnen.
Spanien hat laut dem Statistikamt INE 0,68 Tötungsdelikte pro 100.000 Einwohner (2023). Deutlich auffälliger ist die Provinz Barcelona: Dort kamen laut Eurostat 2022 394 registrierte Raubdelikte auf 100.000 Einwohner, im Landesschnitt 133, also knapp die dreifache Rate. Rund um Barcelona kommt auf der Autobahn eine organisierte Betrugsmasche dazu.
Die bekannteste Masche auf der Autobahn AP-7:
Jemand deutet im Vorbeifahren auf deinen Außenspiegel, einen angeblich platten Reifen oder auf Rauch am Heck. Hältst du an, räumt ein Komplize das Wohnmobil aus, während du nach dem vermeintlichen Schaden schaust.
So schützt du dich:
- •Reagiere auf der Autobahn nie auf Zurufe oder Gesten anderer Fahrer
- •Bei echten Pannen fahr bis zur nächsten Tankstelle oder Raststätte weiter
- •Lass nichts Sichtbares im Fahrzeug liegen und nutze Abdeckungen
- •In der Region Barcelona lieber auf Stellplätze oder Campingplätze außerhalb, wie wir es im Barcelona-Stellplatz-Check beschreiben
- •Hör auf dein Bauchgefühl: Fühlt sich ein Platz komisch an, fahr weiter
Alle bekannten Maschen im Detail, samt der einen, die sich als Mythos herausgestellt hat, haben wir in Autobahn-Räuber in Spanien aufgeschrieben.
Wir schalten abends konsequent unsere Sicherheitstechnik ein und räumen alles weg. Guter Schlaf ist im Urlaub mehr wert als der schönste Stellplatz, an dem du dich nicht wohlfühlst.
Überwintern an der Costa Brava

Willst du dem deutschen Winter entkommen, ist die Costa Brava dafür nur bedingt geeignet. Schon an unserem ersten Tag war es hier oben im Norden recht frisch.
Die Costa Brava spielt ihre Stärken im Frühling und Herbst aus, wenn es angenehm warm und wenig los ist. Zum echten Überwintern fährst du besser weiter in den Süden.
Besser zum Überwintern geeignet:
- •Costa de la Luz am Atlantik: authentisch und weniger überlaufen
- •Costa Cálida bei Murcia: mildes Winterklima, laut AEMET-Normalwerten etwas kühler als Almería
- •Cabo de Gata in Almería: trocken und im Winter die wärmere der beiden Regionen
Wie sich der Winter dort anfühlt und wo wir gestanden haben, steht in Überwintern in Spanien mit dem Wohnmobil. Unsere komplette Überwinterungs-Strategie mit Regionen, Routen und geprüften Plätzen findest du im Spanien-Reiseführer.
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Costa Brava mit dem Wohnmobil: Die perfekte Route von der Grenze bis Barcelona (Spanien Urlaub Tipp)
Im Video fahren wir die Costa Brava von der Grenze bis Barcelona ab: die erste Nacht in La Jonquera, die SIM-Karte in Roses, Cadaqués mit der Warnung für lange Wohnmobile, Pals, Begur und Barcelona als Abschluss.
Schau dir das Video an, wenn du die Strecke vorher sehen willst. Alle Stopps, Stellplätze und Zufahrten findest du in unserem Lehmann Vlogs Spanien-Reiseführer mit interaktiver Google-Maps-Karte.
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