Unser erster Tag in Spanien führte uns direkt an die Costa Brava, und dieser Küstenabschnitt hat uns sofort in den Bann gezogen. In diesem Bericht nehmen wir dich mit von der Anreise über Frankreich bis nach Cadaqués, dem weißen Künstlerdorf von Salvador Dalí. Wir teilen ehrliche Erfahrungen zu Stellplätzen, zur Sicherheit rund um Barcelona und zum Überwintern. Wenn du selbst planst, findest du alle geprüften Orte in unserem Spanien-Reiseführer.
Unser erster Eindruck von der Costa Brava

Ein neues Land, eine neue Reise. Nach einer langen Anfahrt durch Frankreich sind wir an der französisch-spanischen Grenze angekommen und direkt an der Costa Brava entlanggefahren. Schon am ersten Tag standen wir mit dem Camper an einer Bucht, wie wir sie sonst nur aus dem Süden Schwedens kennen.
Als Lehmann Vlogs haben wir zwei Monate am Stück in Spanien verbracht und dabei 246 Orte persönlich in unserer Karte markiert. Dieser Artikel ist der ehrliche Auftakt: erster Eindruck, erste Stellplätze und die Frage, die vor der Reise am meisten Kopfzerbrechen bereitet hat, nämlich die Sicherheit.
Was dich an der Costa Brava erwartet:
- •Enge, kurvige Küstenstraßen mit spektakulären Ausblicken
- •Weiße Künstlerdörfer wie Cadaqués mit Dalí-Geschichte
- •Mittelalterliche Orte im Hinterland wie Begur und Pals
- •Eine Küste, die im Frühling und Herbst am schönsten ist
Die Costa Brava ist der nördlichste Küstenabschnitt Kataloniens und reicht von der Grenze bis etwa Blanes. Für Wohnmobil-Reisende ist sie einer der beliebtesten Einstiege nach Spanien.
Das brauchst du für deine Spanien-Reise
Damit du entspannt startest, hier unsere wichtigsten Empfehlungen aus zwei Monaten Spanien auf einen Blick:
- •📕 Reiseführer: Spanien mit dem Wohnmobil, alle geprüften Stellplätze + Karte
- •📍 Diebstahlschutz: GPS-Tracker fürs Wohnmobil (Trackiwi)
- •💧 Sauberes Trinkwasser: ALB Filter fürs Wohnmobil
- •⚡ Autark unterwegs: unser Elektrik-Schaltplan für den Camper
Alle geprüften Stellplätze für Spanien
Cadaqués und die Costa Brava sind erst der Anfang. In unserem Lehmann Vlogs Spanien-Reiseführer findest du unsere persönlich getesteten Orte aus zwei Monaten Vollzeit-Reise, von der Costa Brava bis in den überwinterungsfreundlichen Süden, mit interaktiver Google-Maps-Karte.

Alle geprüften Stellplätze für Spanien
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Cadaqués und die Costa Brava sind erst der Anfang. In unserem Lehmann Vlogs Spanien-Reiseführer findest du unsere persönlich getesteten Orte aus zwei Monaten Vollzeit-Reise, von der Costa Brava bis in den überwinterungsfreundlichen Süden, mit interaktiver Google-Maps-Karte.
- •✅ 246 persönlich markierte Orte in Spanien
- •✅ Interaktive Google-Maps-Karte (online & offline)
- •✅ Anreise, Maut, Freistehen & Sicherheit erklärt
- •✅ Persönliche Bilder & ehrliche Bewertungen
Anreise über Frankreich: Maut oder Landstraße?
Die schnellste Anreise an die Costa Brava führt aus Deutschland über die französischen Autobahnen. Wir sind rund 14 Stunden fast durchgehend gefahren und konnten konstant Tempo halten, was mit einem Wohnmobil angenehm entspannt ist.
Für die französische Maut haben wir mit unserem Peugeot Boxer rund 120 Euro gezahlt. Die Maut richtet sich nach der Fahrzeughöhe und der Achszahl. Höhere oder dreiachsige Fahrzeuge fallen in eine teurere Klasse.
Die mautarme Alternative:
Es gibt einen deutlich günstigeren Weg über die Landstraßen. Damit kommst du für etwa 25 Euro statt 120 Euro nach Spanien. Der Haken: Du brauchst rund fünf Stunden länger und mehr Verschleiß am Fahrzeug. Wir sind auf dem Hinweg die Maut gefahren und würden das für den ersten Tag wieder so machen.
Welche Route sich für dein Fahrzeug rechnet und wo die günstigen Streckenabschnitte liegen, haben wir Schritt für Schritt in unserem Spanien-Reiseführer aufgeschrieben, inklusive Etappen und bester Reisezeit.
Was kostet die Costa Brava mit dem Wohnmobil?
Die Costa Brava muss nicht teuer sein. Die größten Posten sind Anreise und Sprit, vor Ort lässt sich mit kostenlosen Stellplätzen viel sparen. Hier unsere Richtwerte aus der Praxis:
| Posten | Typische Kosten |
|---|---|
| Diesel | 1,35–1,55 € pro Liter |
| Französische Maut (Anreise, Wohnmobil) | rund 120 €, mautarm rund 25 € |
| Spanische Maut | nur rund 30 % der Autobahnen (AP), Autovías gratis |
| Ver- und Entsorgung am Campingplatz | rund 3–5 € |
| Eintritt Casa-Dalí-Museum | rund 15 € |
| Caña oder Café con leche | 1,50–2,50 € |
| Tapas-Portion | 3–6 € |
Diesel ist an Supermarkt-Tankstellen deutlich günstiger als an Autobahn-Raststätten. Wo du entlang der Route am besten stehst und tankst, steht im Spanien-Reiseführer.
Cadaqués: das weiße Künstlerdorf am Meer

Cadaqués liegt auf der Halbinsel Cap de Creus am Ende einer engen, kurvigen Bergstraße. Genau diese schwierige Anbindung hat den Ort vor dem Massentourismus bewahrt und ihm seinen ruhigen Charme erhalten.
Beim ersten Spaziergang durch die Gassen hatten wir das Gefühl, in Griechenland zu sein: weiße Häuser, blaue Fensterläden, enge Kopfsteinpflaster-Straßen, durch die nur Roller passen. Über dem Ort thront eine Kirche, und rund um den Hafen reihen sich kleine Boutiquen, Eisdielen und Restaurants.
Gut zu wissen für Camper:
- •Mit dem Wohnmobil meidest du besser die engen Altstadtgassen und parkst außerhalb
- •Du parkst außerhalb und läufst in rund 15 Minuten hinein
- •Eine Kugel Eis kostet rund 3,50 Euro, Restaurants sind touristisch bepreist
Cadaqués war lange das Zuhause von Salvador Dalí, und diese künstlerische Geschichte spürst du an jeder Ecke.

Warum über 1000+ Camper uns vertrauen

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| Unser Reiseführer | Buchhandel | |
|---|---|---|
| Google Maps Karte | ✅ | ❌ |
| Freistellplätze | ✅ | ❌ |
| Campingplatz Bewertungen | ✅ | ❌ |
| Routen & Tagespläne | ✅ | ❌ |
| Essen & Insider-Spots | ✅ | ❌ |
| Sparen & Praktische Tipps | ✅ | ❌ |
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Casa Blava und die Gassen von Cadaqués
Direkt an der Promenade fällt ein besonders auffälliges Gebäude ins Auge: die Casa Serinyana, von den Einheimischen Casa Blava genannt, das blaue Haus. Es ist eines der schönsten Beispiele für den katalanischen Modernisme und stammt aus dem frühen 20. Jahrhundert.
Was uns überrascht hat: Solche Häuser werden hier für zweistellige Millionenbeträge gehandelt, und das mitten in einem Ort, der gefühlt am Ende der Welt liegt. Der Reiz von Cadaqués liegt genau in dieser Mischung aus Abgeschiedenheit und Schönheit.
Nimm dir Zeit, einfach durch die Gassen zu schlendern. Die schönste Stimmung erwischst du kurz vor Sonnenuntergang, wenn die weißen Fassaden warm angeleuchtet werden und die Tagesgäste den Ort verlassen haben.

Casa Dalí und unser Stellplatz in Portlligat

Übernachtet haben wir auf einem ebenen Kiesplatz oberhalb der Nachbarbucht Portlligat, nur rund 15 Minuten zu Fuß von Cadaqués entfernt. Außerhalb der Saison ist er kostenlos, in der Hauptsaison wird eine Gebühr fällig. Versorgung gibt es dort keine, dafür stehst du ruhig und nah am Meer.
Direkt am Platz liegt das Casa-Museu Salvador Dalí, die einzige feste Residenz, die der Künstler je besaß. Der Eintritt kostet rund 15 Euro. Dalí liebte diesen Ort für seine Ruhe und das besondere Licht, das ihn beim Malen inspiriert hat.
Ein wichtiges Detail vor Ort: Ein Schild am Platz weist ihn als zona inundable aus, also als Fläche, die bei Starkregen überfluten kann. Das ist an der spanischen Küste kein Einzelfall. Zwischen Oktober und März verwandeln Sturzfluten trockene Flussbetten in Minuten in reißende Bäche.
Steh bei angekündigtem Dauerregen nie in einer Senke, in einem Flussbett oder direkt exponiert an der Klippe. Fahr die Markise ein und nimm die Warn-SMS der spanischen Behörden über den Notruf 112 ernst.
Den exakten Platz mit Bewertung, Zufahrt und GPS-Punkt findest du in der interaktiven Karte unseres Spanien-Reiseführers.
Església de Santa Maria: Cadaqués von oben

Die Kirche Santa Maria thront am höchsten Punkt der Altstadt und war früher mehr als ein Gotteshaus. Als Piraten die Küste heimsuchten, diente sie dem Dorf als Rückzugsort und Schutzbau, eine Art Wehrkirche.
Von oben hast du einen tollen Blick über die weißen Häuser und die Bucht. Der Innenraum überrascht mit einem üppig vergoldeten Barockaltar, der in starkem Kontrast zu den schlichten Kalksteinwänden steht.
Der Aufstieg durch die Gassen dauert nur wenige Minuten und lohnt sich zu jeder Tageszeit. Für uns war es der schönste Aussichtspunkt direkt im Ort.
Sicherheit an der Costa Brava: die AP-7-Maschen
Vor der Reise haben wir viel über aufgebrochene Wohnmobile und Banden gelesen, und das hat uns ehrlich ein mulmiges Gefühl gegeben. Nach den ersten Nächten können wir sagen: Wir haben uns sicher gefühlt. Der Blick auf die Zahlen hilft, die Angst einzuordnen.
Spanien hat mit 0,64 Tötungsdelikten pro 100.000 Einwohner eine der niedrigsten Raten Europas, niedriger als Deutschland. Das eigentliche Problem sind nicht die Dörfer, sondern die großen Touristenstädte. In Barcelona ist die Wahrscheinlichkeit eines Raubüberfalls rund 2,9-mal höher als im Landesschnitt. Rund um Barcelona kommt auf der Autobahn eine organisierte Betrugsmasche dazu.
Die bekannteste Masche auf der Autobahn AP-7:
Jemand deutet im Vorbeifahren auf deinen Außenspiegel, einen angeblich platten Reifen oder auf Rauch am Heck. Hältst du an, räumt ein Komplize das Wohnmobil aus, während du nach dem vermeintlichen Schaden schaust.
So schützt du dich zuverlässig:
- •Reagiere auf der Autobahn nie auf Zurufe oder Gesten anderer Fahrer
- •Bei echten Pannen fahr bis zur nächsten Tankstelle oder Raststätte weiter
- •Lass nichts Sichtbares im Fahrzeug liegen und nutze Abdeckungen
- •In der Region Barcelona lieber auf Campingplätze statt auf freie Parkplätze
- •Hör auf dein Bauchgefühl: Fühlt sich ein Platz komisch an, fahr weiter
Wir schalten abends konsequent unsere Sicherheitstechnik ein und räumen alles weg. Guter Schlaf ist im Urlaub mehr wert als der schönste Stellplatz, an dem du dich nicht wohlfühlst.
Überwintern an der Costa Brava

Viele Camper fahren nach Spanien, um dem deutschen Winter zu entkommen. Ehrlich gesagt ist die Costa Brava dafür nur bedingt geeignet. Schon an unserem ersten Tag war es hier oben im Norden recht frisch.
Die Costa Brava spielt ihre Stärken im Frühling und Herbst aus, wenn es angenehm warm und wenig los ist. Zum echten Überwintern zieht es die meisten Vollzeit-Camper weiter in den Süden.
Die besten Überwinterungs-Regionen in Spanien:
- •Costa de la Luz am Atlantik: authentisch und weniger überlaufen
- •Costa Cálida bei Murcia: wärmstes Klima und gute Infrastruktur
- •Cabo de Gata in Almería: karg, ruhig und trocken
Dort liegen die Temperaturen tagsüber meist bei 15 bis 20 Grad und fallen nachts selten unter 5 Grad. Unsere komplette Überwinterungs-Strategie mit Regionen, Routen und geprüften Plätzen findest du im Spanien-Reiseführer.
Unsere Costa-Brava-Route: Cadaqués, Begur und Pals

Die drei schönsten Stopps im Norden der Costa Brava lassen sich gut zu einer kleinen Rundreise verbinden: von Cadaqués über Begur bis ins mittelalterliche Pals. Alle drei liegen nah beieinander, die Wege sind kurz, und du kombinierst Küste, Kunst und Mittelalter an wenigen Tagen.
Die komplette Costa-Brava-Route mit allen Etappen, Kilometern und Stellplätzen findest du in unserem Spanien-Reiseführer.
Begur: mittelalterliches Dorf über der Küste


Etwas weiter südlich lohnt sich ein Stopp in Begur, einem charmanten historischen Dorf mit gut erhaltener Altstadt. Über dem Ort thront das Castell de Begur, ein Aussichtspunkt mit weitem Blick über die Costa Brava, die Wälder und die Berge.
Für Camper gibt es am Ortsrand einen offiziell ausgewiesenen Wohnmobil-Stellplatz. Genau dort haben wir mit unserem Peugeot Boxer gestanden: ruhig, eben und auch für längere Fahrzeuge geeignet. Von hier läufst du in rund 20 Minuten ins Zentrum.
Von Begur aus erreichst du außerdem mehrere traumhafte Buchten, die sogenannten Calas: Sa Tuna, Aiguablava, Fornells und Sa Riera. Die Zufahrten sind teilweise sehr eng, prüfe die Strecke vorher, wenn du mit einem größeren Wohnmobil unterwegs bist.
Aussicht und Wandern: der Camí de Ronda

Wer die Costa Brava wirklich erleben will, sollte wandern. Der Camí de Ronda ist ein historischer Küstenwanderweg, der sich über weite Teile der Region zieht und immer wieder spektakuläre Ausblicke auf Buchten und Felsküsten freigibt.
Rund um Begur lässt sich der Weg gut mit einem Abstecher zu den Calas verbinden. Feste Schuhe reichen, viele Abschnitte sind auch für ungeübte Wanderer machbar.
Warum sich das für Camper lohnt:
- •Die schönsten Buchten erreichst du oft nur zu Fuß
- •Du entkommst dem Trubel der bekannten Orte
- •Morgens und außerhalb der Saison hast du viele Abschnitte für dich allein
Pals und die mittelalterlichen Dörfer im Hinterland

Die Costa Brava ist nicht nur Küste. Nur wenige Kilometer landeinwärts liegt Pals, eines der schönsten mittelalterlichen Dörfer der Region. Der zufahrtsbeschränkte historische Ortskern thront auf einem Hügel, mit Natursteinfassaden und Blick über die Ebene.
Mit dem Wohnmobil fährst du nicht in den Ort hinein, gerade Fahrzeuge über 3,5 Tonnen sind hier fehl am Platz. Du parkst am Rand und läufst hinauf. Wer in der Weihnachts- und Neujahrszeit hier ist, kann an manchen Tagen ein lebendiges Krippenspiel in der Altstadt erleben.
Pals zeigt, warum sich das Hinterland lohnt: Es ist ruhiger, günstiger und oft authentischer als die bekannten Küstenorte. Genau diese Mischung aus Meer und Mittelalter macht die Costa Brava mit dem Wohnmobil so vielseitig.
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Du planst die Fahrt an die Costa Brava oder weiter nach Süden? Der Reiseführer enthält komplette Routenvorschläge mit Etappen, Kilometern und bester Reisezeit, inklusive der Frage Maut oder Landstraße und wo du entlang der Strecke gut stehst.

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Erster Eindruck Spanien: Costa Brava, Sicherheit & Überwintern mit dem Wohnmobil
In unserem ersten Spanien-Vlog nehmen wir dich mit von der Grenze über die kurvige Küstenstraße bis nach Cadaqués. Du siehst unseren ersten Stellplatz, das Künstlerdorf am Abend und hörst unsere ehrliche Einschätzung zur vieldiskutierten Sicherheitslage.
Schau dir das komplette Video an, um Cadaqués und die Costa Brava in Bewegung zu sehen. Alle geprüften Stellplätze, Routen und Spartipps für ganz Spanien findest du in unserem Lehmann Vlogs Spanien-Reiseführer mit interaktiver Google-Maps-Karte.
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