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Öland mit dem Wohnmobil 2025: Stellplätze, Kosten & ehrliche Erfahrungen

Öland Wohnmobil-Guide: Stellplatz-Stress, Quallen am Strand und warum Schweden sich wie Amerika anfühlt. Alle Kosten, GPS-Daten und ehrliche Tipps.

Öland mit dem Wohnmobil - Schwedens zweitgrößte Insel entdecken

Öland mit dem Wohnmobil – alle sagen, die Insel ist ein Traum. Die Realität? Stellplatz-Jagd ab 17 Uhr, 3€/Stunde Parken am Strand und Quallen-Alarm beim Baden. Aber auch: Böda Sand ist wirklich spektakulär, Schweden fühlt sich an wie Amerika und die 900 Jahre alte Eiche im Trollskogen gibt dir Gänsehaut. Wir haben 5 Tage auf Öland verbracht und zeigen dir, was dich wirklich erwartet.

Warum alle nach Öland fahren (und was sie dir nicht erzählen)

Öland mit dem Wohnmobil - Die Realität auf Schwedens Ferieninsel

Öland ist 137 Kilometer lang, maximal 16 Kilometer breit und die zweitgrößte Insel Schwedens. Seit über 100 Jahren verbringt die schwedische Königsfamilie hier ihren Sommerurlaub – und gefühlt die Hälfte aller deutschen Wohnmobil-Fahrer auch.

Wir haben auf unserer gesamten Schweden-Reise nirgendwo so viele deutsche Kennzeichen gesehen wie auf Öland. Manche Touristen verbringen hier eine komplette Woche. Das zeigt: Die Insel hat richtig viel zu bieten.

Was Öland wirklich besonders macht:

Im Norden erwarten dich kilometerlange weiße Sandstrände – Böda Sand ist wirklich einer der schönsten Strände, die wir in Skandinavien gesehen haben. Im Süden liegt die karge Stora Alvaret, eine steppenartige UNESCO-Welterbe-Landschaft. Dazwischen: Über 400 historische Windmühlen, zwei Leuchttürme, Schlossruinen und der Trollskogen mit 900 Jahre alten Eichen.

Das Amerika-Feeling:

Öland fühlt sich an wie europäisches Amerika – und das ist keine Übertreibung. Von den Tankstellen über die modernen Supermärkte bis zur Architektur: Alles erinnert an eine Mischung aus Kalifornien und Kanada. Sogar die Self-Checkout-Scanner beim Einkaufen (du scannst beim Reingehen deine Karte, dann die Produkte und gehst ohne Kasse raus) sind sehr amerikanisch.

Die ehrliche Wahrheit:

Öland ist beliebt. Sehr beliebt. Das bedeutet: Im Sommer sind die Campingplätze oft ausgebucht, ab 17 Uhr wird die Stellplatz-Suche stressig und Freistehen ist komplizierter als auf dem Festland. Wir waren Anfang September da und hatten trotzdem teilweise Stress mit der Übernachtung.

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Anreise mit dem Wohnmobil: Die Ölandbrücke

Öland mit dem Wohnmobil - Die Brücken Überfahrt

Die Anreise nach Öland ist denkbar einfach. Vom schwedischen Festland fährst du über die Ölandsbron – eine 6 Kilometer lange Brücke, die die Stadt Kalmar mit Färjestaden auf Öland verbindet. Die Brücke ist kostenlos und auch für große Wohnmobile problemlos befahrbar.

Von Deutschland nach Kalmar:

Option 1: Komplett mit dem Auto
Über Dänemark und die Öresundbrücke (ca. 59€ Maut) nach Schweden. Von Hamburg nach Kalmar sind es etwa 900 Kilometer – rund 10 Stunden reine Fahrzeit. Machbar in 2 Tagen mit Zwischenübernachtung.

Option 2: Fähre ab Deutschland
Rostock – Trelleborg (Stena Line) dauert etwa 6 Stunden. Von Trelleborg nach Kalmar sind es dann noch 250 Kilometer (3 Stunden). Wir haben diese Variante auf dem Rückweg genutzt und fanden die Überfahrt sehr entspannt.

Option 3: Flugzeug + Mietwohnmobil
Frankfurt – Kalmar Öland Airport wird saisonal angeflogen. Dann vor Ort ein Wohnmobil mieten. Teurer, aber schneller.

Die Ölandbrücke selbst:

Du fährst quasi über das offene Meer – links und rechts nur Ostsee. Bei starkem Wind kann es etwas wackelig werden, aber die Brücke ist für Wohnmobile ausgelegt. Maximale Durchfahrtshöhe: 41 Meter (sollte kein Problem sein). Im Sommer kann es freitags/sonntags zu Staus kommen. Wir sind an einem Dienstag rüber – null Wartezeit.

Stellplätze & Camping auf Öland: Die ehrliche Wahrheit

Wohnmobil-Stellplatz auf Öland - Stellplatz-Jagd ist real

Jetzt wird's real. Die Stellplatz-Situation auf Öland ist kompliziert. Und das war tatsächlich der stressigste Teil unserer Reise.

Das Problem:

Öland ist extrem beliebt. Die meisten Campingplätze sind im Sommer schon Wochen vorher ausgebucht. Wildcampen ist offiziell verboten (mehr dazu gleich). Und die wenigen offiziellen Wohnmobil-Stellplätze sind oft um 17 Uhr schon komplett voll.

Wir haben insgesamt 5 Nächte auf Öland verbracht und mussten uns jeden Abend neu orientieren. Das hat uns teilweise echt gestresst, weil wir nicht wussten: Finden wir noch was? Am ersten Tag sind wir erst gegen 18 Uhr auf die Insel gefahren und hatten ehrlich gesagt Bange.

Unsere Erfahrung:

Die großen Campingplätze (Böda Sand, Neptuni, Sonjas) waren Anfang September noch halbwegs entspannt. Die kleinen Stellplätze (z.B. in Byxelkrok, am Leuchtturm Långe Jan) waren oft schon nachmittags voll. Viele Parkplätze bei Sehenswürdigkeiten haben explizite "Keine Wohnmobile über Nacht"-Schilder.

Wir haben einen super ruhigen Stellplatz im Süden gefunden – direkt am Naturschutzgebiet mit Blick auf Vogelbeobachtungsgebiet. Das war Glück. Und spät dran.

Unser Tipp:

Wenn du im Sommer (Juni-August) nach Öland willst, buch die Campingplätze vorher. Im Hochsommer ist spontanes Reisen auf Öland echt schwierig. In der Nebensaison (Mai, September) geht's deutlich entspannter.

Für alle genauen GPS-Koordinaten unserer getesteten Stellplätze: Schau in unser Schweden eBook mit interaktiver Karte. Da haben wir alle Spots auf Öland eingezeichnet – mit Preisen, Bewertungen und Bildern.

Freistehen & Wildcampen: Was ist erlaubt?

Kurze Antwort: Freistehen auf Öland ist schwieriger als auf dem schwedischen Festland.

Die Rechtslage:

In Schweden gilt das Jedermannsrecht (Allemansrätten). Das bedeutet theoretisch, dass du überall in der Natur zelten darfst – nicht mit dem Wohnmobil. ABER: Die Schweden dulden das Wildcampen und das übernachten (Freistehen) auf einem öffentlichen Parkplatz erlaubt – solange es nicht auf Privatgrundstück geschieht.

Öland ist zum großen Teil Privatland und Naturschutzgebiet. Viele Grundstücksbesitzer haben in den letzten Jahren "Camping verboten"-Schilder aufgestellt, weil sie die Nase voll von Touristen hatten, die ihren Müll liegen lassen.

Unsere Meinung:

Auf Öland standen wir jede Nacht frei. Die Insel ist so touristisch, dass es echt schwierig issein könnte, wenn man zu spät dran ist oder nach beliebten Apps fährt. Außerdem: Die Campingplätze sind im Vergleich zu Deutschland echt fair bepreist (25-35€ mit allem Komfort).

Böda Sand: Der schönste Strand Schwedens (mit Quallen-Problem)

Böda Sand Strand auf Öland - Thailand-Vibes in Schweden

Böda Sand im Nordosten von Öland ist mit Abstand der schönste Strand, den wir in ganz Skandinavien gesehen haben. Und das ist keine Übertreibung.

Aber: Das Quallen-Problem

Wir waren gerade bereit, ins Wasser zu springen, als wir eine Quallen-Wand entdeckten. Kein Witz – das Wasser war komplett voll mit Quallen. Die Dichte war so extrem, dass wir uns nicht getraut haben reinzugehen.

Ein dänisches Paar erzählte uns, dass die durchsichtigen Quallen harmlos sind – aber die roten würden sie auch nicht anfassen.

Das Parken:

Böda Sand hat einen großen Parkplatz direkt am Strand. Parken kostet 3€/Stunde (25 SEK + 5 SEK Servicegebühr) und funktioniert nur per App (EasyPark).

Wir haben das erst nicht gesehen und fast ein Knöllchen kassiert. Ein Parkwächter kam nach 5 Minuten und scannte alle Kennzeichen. Also: Sofort beim Ankommen bezahlen!

Für den ganzen Tag zahlst du etwa 15-20€. Alternativ: Auf dem Böda Sand Campingplatz übernachten (40-50€/Nacht).

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Sehenswürdigkeiten im Norden: Långe Erik & Trollskogen

Trollskogen Zauberwald auf Öland - krumme Bäume durch Wind
Leuchtturm Långe Erik an der Nordspitze Ölands

Der Norden von Öland ist wild, windig und wunderschön. Hier oben geht's weniger um Strände und mehr um raue Natur und Geschichte.

Leuchtturm Långe Erik:

An der Nordspitze Ölands steht der Leuchtturm Långe Erik. 32 Meter hoch, aus Lehm gebaut (ja, wirklich) und seit 1845 in Betrieb. Der Leuchtturm ist in den Sommermonaten von innen begehbar – wir waren im September und es war leider schon geschlossen.

Aber auch von außen ist Långe Erik beeindruckend. Die Lage direkt am Meer, die schroffen Felsen, der Wind – das hat schon was. Perfekt für den Sonnenuntergang. Wir haben dort etwa 30 Minuten verbracht.

Parken: Kostenlos
Toilette & Kiosk: Vorhanden (nur Sommer)

Trollskogen – Der Zauberwald mit 900 Jahre alter Eiche:

10 Kilometer südlich von Långe Erik liegt der Trollskogen. Der Name bedeutet "Zauberwald" und ist Programm. Die Bäume hier sind komplett krumm gewachsen – verdreht und gebogen durch den starken Wind. Manche Kiefern sehen aus, als wären sie aus einem Fantasy-Film.

Das absolute Highlight ist die Troll Oak – eine Eiche, die über 900 Jahre alt ist. Wir haben die Serie "Vikings" parallel zu unserem Öland-Trip geschaut und dachten nur: Hier sind die Wikinger langgelaufen. Dieser Baum hat die Wikingerzeit miterlebt.

Vom Visitor Center Naturum Trollskogen läufst du etwa 20 Minuten zur Troll Oak. Der Weg ist gut ausgeschildert und auch für Familien easy machbar. Im Naturum gibt es eine kleine Ausstellung, ein Café und saubere Toiletten.

Eintritt: Kostenlos
Parken: Kostenlos
GPS Naturum: 57.2789° N, 17.0912° E

Nimm dir mindestens 1-2 Stunden Zeit für den Trollskogen. Es gibt mehrere Wanderwege (1-5 km), alle gut markiert.

Sehenswürdigkeiten im Süden: Långe Jan & Stora Alvaret

Stora Alvaret auf Öland - UNESCO-Welterbe Steppenlandschaft

Der Süden von Öland ist das komplette Gegenteil vom Norden. Hier ist alles karg, offen und weit – wie eine schwedische Steppe.

Leuchtturm Långe Jan:

Långe Jan ist mit 41,6 Metern der höchste Leuchtturm Schwedens. Er steht an der Südspitze Ölands im Naturschutzgebiet Ottenby und ist schon von weitem sichtbar.

Der Leuchtturm wurde 1785 gebaut und ist heute noch in Betrieb. Du kannst ihn besteigen (197 Stufen) und hast von oben einen spektakulären Blick auf die Stora Alvaret und die Ostsee. Bei gutem Wetter siehst du bis nach Gotland.

Direkt neben dem Leuchtturm liegt das Naturum Ottenby – ein Vogelbeobachtungszentrum. Öland liegt auf einer wichtigen Zugroute und im Herbst rasten hier tausende Zugvögel. Wir haben Schwäne, Kormorane und jede Menge Gänse gesehen. Für Vogelfreaks absolut ein Highlight.

Stora Alvaret – UNESCO-Welterbe:

Die Stora Alvaret ist eine riesige Kalksteinebene im Süden Ölands. Sie nimmt etwa ein Viertel der Inselfläche ein und gehört seit 2000 zum UNESCO-Weltkulturerbe.

Was macht die Alvaret so besonders? Die Landschaft sieht aus wie eine Savanne – nur eben in Schweden. Kaum Bäume, dafür endlose Weiten mit niedrigem Gras, Steinmauern und weidenden Schafen. Hier und da stehen alte Windmühlen.

Borgholm & Schloss: Game of Thrones in Schweden

Schloss Borgholm Ruine auf Öland - die schönste Ruine Skandinaviens

Borgholm ist die inoffizielle Hauptstadt von Öland. Eine kleine Hafenstadt mit etwa 3.000 Einwohnern – im Sommer sind es gefühlt 30.000. Hier gibt es Restaurants, Supermärkte, Souvenirshops und vor allem: Schloss Borgholm.

Schloss Borgholm – Die schönste Ruine Skandinaviens:

Schloss Borgholm liegt 30 Gehminuten südlich von Borgholm auf einem Hügel. Die Ruine ist wirklich beeindruckend. Ursprünglich wurde hier im 12. Jahrhundert eine Burg gebaut. Im 17. Jahrhundert baute König Karl Gustav die Burg zu einem Renaissanceschloss um. 1806 brannte das Schloss ab und wurde nie wieder aufgebaut.

Heute kannst du durch die Ruine laufen – und ehrlich gesagt: Das hat uns mehr beeindruckt als manche komplett erhaltene Schlösser. Die meterdicken Steinmauern, die leeren Fensterhöhlen, die Aussicht über Öland – das hat was von Game of Thrones.

Eintritt: 10€ (100 SEK)
Öffnungszeiten: April-Oktober, täglich 10-18 Uhr
GPS: 56.8756° N, 16.6234° E

Wir haben etwa 1,5 Stunden auf dem Schlossgelände verbracht. Es gibt Infotafeln zur Geschichte (auch auf Englisch) und im Innenhof finden im Sommer Konzerte statt.

Fun Fact:

König Karl V (der hier gewohnt hat) war 2,20 Meter groß und hatte eine 2 Meter breite Hüfte. Sein Lieblingshobby war Essen und Jagen. Er trank täglich 3 Liter Bier und 3 Liter Wein und zwang seine Gäste, dasselbe zu tun. Er wurde nur 37 Jahre alt.

Das haben wir in einer Ausstellung im Schloss gelernt und dachten nur: Krass, was für ein Leben.

Schloss Solliden – Sommerresidenz der Königsfamilie:

10 Gehminuten von Schloss Borgholm entfernt liegt Schloss Solliden. Das ist die Sommerresidenz der schwedischen Königsfamilie. Seit 1906 verbringt die royale Familie hier jeden Sommer ihren Urlaub.

Das Schloss selbst kannst du nicht besichtigen (wird ja noch bewohnt), aber der Garten ist von Mai bis September geöffnet. Es gibt einen italienischen und einen englischen Garten – beide wunderschön angelegt.

Eintritt Garten: 8€ (80 SEK)
Öffnungszeiten: Mai-September, täglich 10-18 Uhr

Eketorp Borg: Wikinger-Festung aus dem 4. Jahrhundert

Eketorp Borg Wikingerburg auf Öland - rekonstruierte Ringfestung

Eketorp Borg im Süden Ölands ist eine rekonstruierte Ringfestung aus dem 4. Jahrhundert. Hier lebten bis zu 200 Menschen in einer kreisförmigen Befestigung mit 7 Meter hohen Steinmauern.

Die Burg wurde in den 1970er Jahren von Archäologen ausgegraben und originalgetreu wieder aufgebaut. Heute siehst du, wie die Menschen damals gelebt haben: Kleine Holzhütten mit Strohdächern, offene Feuerstellen, enge Gassen.

Unsere Erfahrung:

Wir sind erst nach 17 Uhr angekommen – und die Burg war schon geschlossen. Shit! Wir dachten, wir können wenigstens von außen was sehen, aber die Tore waren zu.

Dann hatten wir Glück: Ein Tor stand offen (wahrscheinlich vergessen zuzuschließen) und wir konnten alleine durch die komplette Anlage laufen. Das war ehrlich gesagt ziemlich cool. Keine anderen Touristen, keine Führung – nur wir zwei und diese krasse historische Atmosphäre.

Geschichte zum Anfassen:

Die Hütten sind so klein – heute ist sowas ein Kinderzimmer. Damals lebte da eine ganze Familie drin. Feuer im Haus (trotz Holzbauweise!), keine Fenster (wegen der Kälte), komplett dunkel drinnen.

Wir haben die Serie "Vikings" parallel geschaut und hatten die ganzen Bilder im Kopf. Diese Burg diente zum Schutz der Öländer vor Angriffen. Die erste Erwähnung geht zurück bis ins 4. Jahrhundert – man kann sich kaum vorstellen, wie weit das zurückgeht.

Offiziell:

Eintritt: 8€ (80 SEK)
Öffnungszeiten: Mai-September, täglich 10-17 Uhr (pünktlich Schluss!)
GPS: 56.3012° N, 16.4523° E

Unser Tipp:

Komm nicht erst um 16:30 Uhr. Die machen wirklich um 17 Uhr zu. Und wenn du die Serie "Vikings" magst oder dich für Geschichte interessierst – Eketorp ist ein absolutes Must-See.

Kosten & Budget: Was kostet Öland wirklich?

Schweden ist teuer – das weiß jeder. Aber wie teuer ist Öland konkret? Hier unsere Kostenübersicht für 5 Tage mit dem Wohnmobil (2 Personen, September 2025):

Unterkunft:

5 Nächte Stellplätze/Camping: 135€ (Durchschnitt 27€/Nacht)
Böda Sand Parken (3 Stunden): 9€

Sehenswürdigkeiten:

Schloss Borgholm Eintritt: 20€ (2 Personen)
Långe Jan Leuchtturm: 10€ (2 Personen)
Eketorp Borg: 0€ (hatten Glück)
Trollskogen, Långe Erik, Byrums Raukar: Kostenlos

Essen & Trinken:

Supermarkt (5 Tage): 120€
Restaurant/Café (2x): 40€
Burger bei Max (Fastfood): 18€

Diesel:

Ca. 300 km auf Öland: 40€

GESAMT: Ca. 392€ für 2 Personen / 5 Tage = 78€/Person

Was uns positiv überrascht hat:

✅ Campingplätze fairer als in Deutschland (25-35€ mit allem Komfort)
✅ Viele Sehenswürdigkeiten sind kostenlos
✅ Supermarktpreise ok – ähnlich wie in Deutschland

Was teurer war als gedacht:

❌ Parken am Böda Sand (3€/Stunde ist happig)
❌ Restaurant-Essen (15-20€/Person für einfache Gerichte)
❌ Diesel in Schweden (ca. 20% teurer als in Deutschland)

Spartipps:

💡 Einkaufen bei LIDL oder WILLYS (günstiger als ICA)
💡 Mittagessen selbst kochen, nur abends essen gehen
💡 Stellplätze statt große Campingplätze (spart 15-20€/Nacht)
💡 In der Nebensaison kommen (alles 20% günstiger)

Loppis, Flohmärkte & Einkaufen auf Öland

Loppis Flohmarkt auf Öland - Indoor Second-Hand Shopping
Bitcoin-Symbol vor Loppis auf Öland - moderne schwedische Flohmärkte

Eine Sache hat uns auf Öland total überrascht: die Loppis-Kultur. Loppis bedeutet Flohmarkt – und davon gibt es auf Öland gefühlt alle 5 Kilometer einen.

Was sind Loppis?

Die Schweden scheinen Flohmärkte zu lieben. Überall siehst du Schilder "Loppis" und meistens sind das organisierte Indoor-Flohmärkte in alten Scheunen oder Lagerhallen. Die Preise stehen direkt dran und sind echt fair: Weingläser für 2€, Jeansjacken für 4€, alte Zeitungen aus 1998.

Wir haben bei einem Loppis ein Brettspiel für 6€ gesehen und bei einem anderen eine coole Vintage-Jeansjacke mit aufgenähten Patches. Gekauft haben wir nichts (Platzmangel im Wohnmobil), aber allein das Stöbern war cool.

Fun Fact:

Bei einem Loppis haben wir tatsächlich ein Bitcoin-Symbol am Eingang gesehen. Ob die wirklich Bitcoin akzeptieren? Keine Ahnung. Haben wir nicht getestet.

Supermärkte auf Öland:

WILLYS in Borgholm: Groß, günstig, gute Auswahl
ICA in Färjestaden: Direkt nach der Brücke
LIDL in Kalmar: Auf dem Festland, gut für Großeinkauf vor der Überfahrt

Self-Scanning beim Einkaufen:

Viele Supermärkte haben Self-Checkout-Scanner. Du nimmst beim Eingang einen Scanner mit, scannst beim Einkaufen alles direkt ein und gehst am Ende ohne Kassenschlange raus. Sehr praktisch – und sehr schwedisch.

Beste Reisezeit für Öland mit dem Wohnmobil

Wann solltest du nach Öland? Kommt drauf an, was du suchst.

Hochsommer (Juni-August):

✅ Bestes Wetter, bis zu 25°C, lange Tage
✅ Alle Restaurants offen
✅ Perfekt zum Baden (wenn keine Quallen)
❌ Extrem voll, Campingplätze ausgebucht
❌ Stellplatz-Stress
❌ Teurer (Hochsaison-Preise)
❌ Am 14. Juli ist Victorias Geburtstag – da ist halb Schweden auf Öland

Nebensaison (Mai & September):

✅ Deutlich ruhiger, Campingplätze entspannt
✅ 20% günstiger
✅ Immer noch gutes Wetter (15-20°C)
❌ Manche Restaurants/Cafés geschlossen
❌ Wasser zum Baden etwas kühl (15-17°C)

Randsaison (April & Oktober):

✅ Absolute Ruhe, kaum Touristen
✅ Perfekt für Wandern und Natur
❌ Viele Sehenswürdigkeiten geschlossen
❌ Wetter unbeständig

Winter (November-März):

Öland ist im Winter fast ausgestorben. Die meisten Campingplätze schließen, viele Restaurants machen zu. Nur was für hartgesottene Schweden-Fans.

Unsere Empfehlung:

Anfang September oder Ende Mai. Du hast gutes Wetter, deutlich weniger Stress und sparst Geld. Wir waren 1. September-Woche da und es war perfekt.

Für wen eignet sich Öland? (Und für wen nicht)

Sonnenuntergang auf Öland - perfekter Abschluss eines Wohnmobil-Tags

Öland ist perfekt für:

Familien mit Kindern - Strände, Campingplätze mit Animation, Tierpark
Strand-Liebhaber - Böda Sand ist weltklasse
Geschichts-Interessierte - Wikinger-Festungen, Schlossruinen, Windmühlen
Natur-Fans - Trollskogen, Stora Alvaret, Vogelbeobachtung
Entspannte Wohnmobil-Reisen in der Nebensaison
Loppis-Fans - Flohmärkte überall

Öland ist NICHT ideal für:

Wildcamper & Freisteher - zu touristisch, viele Verbote
Spontane Hochsaison-Reisende - Stellplatz-Stress
Partygänger - Öland ist ruhig, wer Party will: Stockholm
Budget-Traveler im Sommer - Hochsaison ist teuer
Menschen, die keine anderen Touristen sehen wollen - im Juli/August ist Öland voll

Unsere Meinung:

Wenn du vorher planst (oder in der Nebensaison kommst), ist Öland fantastisch. Spontan im Hochsommer nach Öland zu fahren und zu hoffen, dass du easy einen Stellplatz findest – das kann stressig werden.

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Öland mit dem Wohnmobil: Tag 1 - Anreise & erste Eindrücke

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Häufig gestellte Fragen