Wir sind zwei Monate mit unserem Camper durch ganz Spanien gefahren, von der Costa Brava bis nach Andalusien und weiter in den Norden. In dieser Zeit haben wir eine Menge falsch gemacht, und darum geht es hier. Diese fünf Fehler kosten dich in Spanien Zeit, Geld oder Nerven, und die meisten davon lassen sich mit ein paar Minuten Vorbereitung vermeiden. Dazu bekommst du unsere Zahlen zu Maut, Diesel und Freistehen. Alle geprüften Orte und Routen findest du in unserem Spanien-Reiseführer.
Unsere fünf Anfängerfehler in Spanien
Spanien ist für Wohnmobile eines der entspanntesten Länder Europas. Trotzdem haben wir in den ersten Wochen die Fehler gemacht, die eigentlich vermeidbar gewesen wären.
Als Lehmann Vlogs waren wir zwei Monate am Stück mit unserem selbst ausgebauten Kastenwagen in Spanien unterwegs und haben dabei 246 Orte persönlich in unserer Karte markiert. Diese fünf Punkte sind das, was wir heute anders machen würden:
- •Unterschätzen, wie eng es wird, und trotzdem in Altstädte hineinfahren
- •Nur die Mittelmeerküste abfahren, weil sie in den sozialen Medien überall auftaucht
- •Maut zahlen, wo direkt daneben eine kostenlose Alternative verläuft
- •Die Wildcamping-Regeln falsch einschätzen und Strafzettel riskieren
- •Ohne Plan tanken und dabei pro Liter deutlich zu viel bezahlen
Alle fünf gehen wir jetzt einzeln durch, mit konkreten Zahlen und dem, was wir vor Ort tatsächlich erlebt haben.
Das brauchst du für deine Spanien-Reise
Bevor es losgeht, hier unsere wichtigsten Empfehlungen aus zwei Monaten in Spanien:
- •📕 Reiseführer: Spanien mit dem Wohnmobil, alle geprüften Stellplätze + Karte
- •📍 Diebstahlschutz: GPS-Tracker fürs Wohnmobil (Trackiwi)*
- •💧 Sauberes Trinkwasser: ALB Filter fürs Wohnmobil*
- •⚡ Autark unterwegs: unser Elektrik-Schaltplan für den Camper
Alle geprüften Stellplätze für Spanien
Diese fünf Fehler sind nur der Anfang. Im Lehmann Vlogs Spanien-Reiseführer bekommst du unsere 246 persönlich markierten Orte aus zwei Monaten Vollzeit-Reise mit eigenen Fotos, ehrlichen Bewertungen und interaktiver Google-Maps-Karte für online und offline.

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- •✅ 246 persönlich markierte Orte in Spanien
- •✅ Interaktive Google-Maps-Karte (online & offline)
- •✅ Maut, Freistehen & Pflichtausstattung erklärt
- •✅ Persönliche Bilder & ehrliche Bewertungen
Fehler 1: unterschätzen, wie eng es wird


Der Fehler, den wir am häufigsten gemacht haben: in kleine Dörfer, Altstädte oder Küstenorte hineinfahren, weil das Navi es so wollte. Die Straßen dort sind für Autos gebaut, nicht für Kastenwagen. Wir mussten mehrfach den Spiegel einklappen und einmal rückwärts wieder heraus.
Dabei warnt Spanien sogar ausdrücklich davor. An den Ortseingängen vieler Dörfer stehen Beschränkungen für Höhe, Breite oder Gewicht, oft bei 3,5 Tonnen. Diese Schilder sind kein Vorschlag, sondern der Hinweis, dass es dahinter tatsächlich zu eng wird.
So machen wir es heute:
- •Beschränkungen am Ortseingang immer beachten, auch wenn du knapp darunter liegst
- •Vor der Anfahrt die Strecke in Google Maps ansehen, die Satellitenansicht zeigt die echte Straßenbreite
- •Bewusst außerhalb parken und die letzten Meter zu Fuß, mit dem Rad oder öffentlich zurücklegen
- •Bei sehr engen Orten gilt: Wenn du zweimal überlegen musst, fahr nicht hinein
Ein Rückfahr- und Rundumkamerasystem hat uns dabei mehr geholfen als jeder Tipp. Wie wir das nachgerüstet haben, steht in unserem Beitrag zur 360-Grad-Kamera im Ducato.
Fehler 2: nur die Mittelmeerküste abfahren


Costa Brava, Costa Blanca, Costa del Sol, Andalusien: Das sind die Regionen, die dir überall vorgeschlagen werden, und sie sind zu Recht beliebt. Unser Fehler war, dass wir am Anfang nur diese Küstenlinie abgefahren sind.
Denn dort ist der Druck am größten. An der Küste findest du die meisten Verbotsschilder, die meisten Einschränkungen und die meisten Kontrollen. Und du findest die meisten anderen Camper.
Was sich stattdessen lohnt:
- •Landesinneres: Schon eine Stunde weg von der Küste wird es ruhiger, günstiger und entspannter beim Übernachten
- •Zentralspanien: Madrid, Toledo, Burgen und die endlose Meseta, am schönsten im Frühling und Herbst
- •Nordspanien: Galicien und das Baskenland sind grün, wild und touristisch kaum überlaufen, dafür regnet es dort mehr
- •Sommerregel: Im Hochsommer klettert das Landesinnere Andalusiens bei Hitzewellen über 40 Grad, dann funktioniert eigentlich nur der Norden
Das ist auch der ehrlichste Ratschlag, den wir für Spanien haben: Wer nur die Küste fährt, hat das Land nicht gesehen. Alle Regionen mit Highlights und der passenden Jahreszeit haben wir im Spanien-Reiseführer aufgeschlüsselt.
Fehler 3: Maut zahlen, obwohl es kostenlos geht
Das ist der Fehler, der am meisten Geld kostet und am einfachsten zu vermeiden ist. Viele fahren in Spanien Maut, weil sie annehmen, sie müssten. Das stimmt nicht.
Spanien hat zwei Netze: die Autopistas mit dem Kürzel AP und die Autovías mit dem Kürzel A. Die Faustregel "AP kostet, A ist frei" stimmt aber längst nicht mehr überall.
Denn seit 2018 sind mehrere große Mautstrecken kostenlos geworden, darunter die komplette AP-7 an der Mittelmeerküste von der französischen Grenze bis Alicante. Nach Zahlen des spanischen Verkehrsministeriums sind heute rund 1.435 von 12.091 Kilometern des staatlichen Schnellstraßennetzes mautpflichtig, also etwa jeder neunte Kilometer.
Was das für deine Planung heißt:
- •Die Küstenroute, die die meisten Camper fahren, kostet auf weiten Abschnitten gar nichts mehr
- •Wo doch Maut anfällt, verläuft oft eine kostenlose Autovía parallel. Unsere Erfahrung nach zwei Monaten: Die kostenlosen Strecken sind genauso gut ausgebaut, ab und zu kommt ein Kreisverkehr dazu, und du bist meist zehn bis zwanzig Minuten länger unterwegs
- •Verlass dich nicht auf das Kürzel, sondern schau vor der Etappe in die Route
So umgehst du die Maut in Spanien:
- •In Google Maps unter den Routenoptionen "Mautstraßen vermeiden" aktivieren
- •Wenn du doch Maut fährst: An der Auffahrt Ticket ziehen, an der Ausfahrt zahlen, Ticket nicht verlieren
- •Am Schalter werden Visa und Mastercard in der Regel akzeptiert, Prepaid-Kreditkarten sowie Maestro und V-Pay laut ADAC dagegen nicht. Etwas Bargeld gehört ins Handschuhfach
- •Ein grüner Pfeil über der Spur bedeutet geöffnet, ein rotes X geschlossen
- •Für Vielfahrer gibt es die elektronische Mautbox VIA-T mit eigener Spur. Der ADAC unterscheidet dabei nach Gewicht: eine Standard-Box für Fahrzeuge bis 3,5 Tonnen und eine Camper-Variante für Wohnmobile darüber
Prüfe die mautfreie Route vorher in der Satellitenansicht. Wir sind einmal auf einer sehr schmalen Küstenstraße gelandet, die zwar kostenlos war, aber für einen Kastenwagen keinen Spaß gemacht hat. Sparen bringt nichts, wenn du zwei Stunden im Schritttempo hinter einem Traktor hängst.

Warum über 1000+ Camper uns vertrauen

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| Freistellplätze | ✅ | ❌ |
| Campingplatz Bewertungen | ✅ | ❌ |
| Routen & Tagespläne | ✅ | ❌ |
| Essen & Insider-Spots | ✅ | ❌ |
| Sparen & Praktische Tipps | ✅ | ❌ |
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Fehler 4: die Freisteh-Regeln falsch einschätzen

Das ist der Punkt, bei dem im Netz am meisten Unsinn steht. Spanien unterscheidet zwischen zwei Dingen, und darauf kommt es an:
- •Pernoctar heißt im Fahrzeug schlafen. Das ist nicht explizit verboten, wo Parken generell erlaubt ist. Die spanische Verkehrsbehörde DGT nennt dafür drei Bedingungen: Nur die Reifen berühren den Boden, also keine Auffahrkeile oder Stützen, nichts ragt über den Fahrzeugumriss hinaus, und es treten keine Flüssigkeiten oder Emissionen aus.
- •Acampar heißt campen, also Stühle, Tisch und Markise raus. Das ist in den meisten Regionen verboten.
Es gibt kein einheitliches nationales Gesetz. Die Zuständigkeit liegt bei den 17 autonomen Gemeinschaften und zusätzlich bei den Gemeinden, deshalb kann es von Ort zu Ort verschieden sein. In Nationalparks und Naturschutzgebieten gilt jeweils die Parkordnung des Gebiets, offenes Feuer ist außerhalb ausgewiesener Stellen nach den regionalen Brandschutzregeln verboten. Und die Ley de Costas verbietet auf dem Strand selbst ausdrücklich das Parken, das unerlaubte Befahren sowie Zelten und Campieren. Die Schutzzone landeinwärts beträgt grundsätzlich 100 Meter und kann auf höchstens 200 Meter erweitert werden. Die oft zitierten 500 Meter sind eine andere, rein planungsrechtliche Zone und kein pauschales Campingverbot.
Was wir vor Ort tatsächlich erlebt haben:
- •In der Nebensaison stellen sich an der Küste viele Camper direkt ans Wasser, obwohl Schilder es verbieten. Oft wird es geduldet, teilweise fährt die Polizei vorbei und nimmt es hin. Wir stellen uns trotzdem nicht gegen ein Verbotsschild, das ist uns die eingesparten zehn Euro nicht wert.
- •Es gibt aber auch Plätze, die nachts geräumt werden und an denen Strafzettel verteilt werden. Wir haben vorher immer die Bewertungen zu einem Platz gelesen und nur Orte gewählt, an denen das nie passiert ist.
- •In der Hauptsaison funktioniert das an der Küste praktisch nicht mehr, und es wird von Jahr zu Jahr strenger.
- •Im Landesinneren und im Norden ist es dagegen sehr entspannt. Dort haben wir problemlos ein oder zwei Tage an einer Stelle gestanden.
Unsere Regel: nicht campen, sondern parken. Keine Stühle, keine Markise, kein Aufbau. Eine Garantie ist das nicht, weil Gemeinden das Wohnmobil-Parken zusätzlich zeitlich beschränken oder eigens regeln dürfen. Aber es ist die Variante, mit der wir zwei Monate lang keinen einzigen Zettel bekommen haben, und der Platz bleibt auch für die Reisenden nach dir nutzbar. Welche Plätze bei uns gut funktioniert haben und wo wir ausdrücklich nicht stehen würden, ist in der Karte des Reiseführers markiert.
Fehler 5: ohne Plan tanken

Beim Tanken kannst du in Spanien richtig viel Geld verlieren oder richtig viel sparen, und der Unterschied liegt nur daran, an welcher Säule du stehst.
Diesel lag bei unserer letzten Preisprüfung Anfang September 2026 bei rund 1,75 bis 1,85 Euro pro Liter und damit weiterhin deutlich unter dem deutschen Niveau von etwa 2,20 Euro. Der größere Hebel ist aber nicht das Land, sondern die Säule: Zwischen einer Autobahn-Raststätte und der nächsten Ortschaft misst die Verbraucherorganisation OCU 20 bis 35 Cent Unterschied pro Liter. Bei einem 90-Liter-Tank sind das 18 bis über 30 Euro für dieselbe Menge Diesel.
Günstig tankst du hier:
- •Supermarkt- und Discount-Tankstellen wie Alcampo, Carrefour, Eroski, Bonárea oder Plenergy, das früher Plenoil hieß
- •Diese liegen fast immer in Gewerbegebieten oder am Stadtrand, nicht im Ortskern
- •Dazu kommt die kleine Kette Easygas mit rund 17 Stationen, Schwerpunkt Nordspanien
- •Meist Selbstbedienung, oft musst du am Automaten vorab per Karte freigeben
Teuer wird es hier:
- •An Autobahn-Raststätten: Die Verbraucherorganisation OCU misst dort 20 bis 35 Cent pro Liter mehr als in der nächsten Ortschaft
- •Bei Markentankstellen in Touristengebieten
- •Direkt in Orten statt außerhalb: In Alicante war die Tankstelle im Ort für uns teurer als die davor
Drei Praxis-Hinweise:
Bei Automaten-Tankstellen wird eine Vorautorisierung auf der Karte reserviert, bei Plenergy zum Beispiel 150 Euro für die Option Volltanken. Sie wird nach dem Tankvorgang wieder freigegeben, das kann aber dauern. Nimm dafür bewusst eine Zweitkarte, dann blockiert die Reservierung nicht dein Hauptbudget.
- •An bedienten Tankstellen tankst du zuerst und zahlst dann drinnen, Vorkasse ist unüblich.
- •Die Preise aller Tankstellen stehen im offiziellen Geoportal de Gasolineras des Ministeriums, komfortabler in der App Gasall, die dieselben Daten mehrmals täglich zieht.
Unser günstigster Liter lag im Frühjahr 2026 bei 1,11 Euro, das war ein Ausnahmepreis und liegt deutlich unter dem heutigen Niveau. Am selben Tag hätte dieselbe Menge an einer Markentankstelle deutlich mehr gekostet. Preise schwanken stark, deshalb lohnt der kurze Blick in die App vor jedem Tankstopp.
Bonus: Ver- und Entsorgung ist einfacher als gedacht
Ein Punkt, der uns positiv überrascht hat: Wasser und Entsorgung sind in Spanien unkompliziert. Das war einer der Gründe, warum die Reise so entspannt war.
Wo du versorgen und entsorgen kannst:
- •Auf kommunalen Wohnmobil-Stellplätzen, die es in überraschend vielen Orten gibt
- •Auf Campingplätzen, oft auch ohne Übernachtung. Wir haben dafür meist 3 bis 5 Euro gezahlt
- •An Tankstellen: Repsol bewirbt eigene Camper-Services mit Frischwasser und an über 40 Stationen auch Grau- und Schwarzwasser-Entsorgung, Umfang und Preis unterscheiden sich je Station
- •An Áreas de Autocaravanas, wo die Kassettenentsorgung mit "WC Químico" gekennzeichnet ist
Ein Hinweis zum Wasser: Das Leitungswasser ist trinkbar, schmeckt aber oft deutlich nach Chlor. Wir haben es gefiltert, viele Reisende kaufen zusätzlich Trinkwasser in Fünf-Liter-Kanistern im Supermarkt. Wäsche waschen ist ebenfalls einfach, öffentliche Waschsalons gibt es in fast jedem Ort.
Anreise durch Frankreich: Maut oder Landstraße?
Die eigentliche Kostenfrage entsteht nicht in Spanien, sondern auf dem Weg dorthin. Ein großer Teil des französischen Autobahnnetzes ist mautpflichtig, und für hohe oder schwere Wohnmobile wird es teuer, weil die Einordnung nach Gesamthöhe, zulässigem Gesamtgewicht und Achszahl erfolgt.
Für unsere Anreise an die Costa Brava haben wir mit unserem Peugeot Boxer rund 120 Euro französische Maut gezahlt. Die mautarme Route über die Landstraßen kostet dich dafür rund vier bis sechs Stunden mehr Fahrzeit, dazu kommen deutlich mehr Kreisverkehre.
Unser Kompromiss:
- •Nahe der Grenze und rund um Bordeaux die Autobahn nehmen, dort ist der Zeitgewinn am größten
- •Dazwischen auf die Landstraße wechseln und sparen
- •Bei Wohnmobilen über 3,5 Tonnen in Frankreich an die Pflichtaufkleber denken: drei Angles-Morts-Aufkleber für den toten Winkel (beide Seiten und Heck, 0,90 bis 1,50 Meter über dem Boden, sonst 135 Euro) und die Tempolimit-Scheiben 110, 100 und 80 unten links am Heck
- •Länger als 12 Meter? Dann brauchst du in Spanien die gelb-rote Warntafel am Heck
Wie sich die Anreise für uns im Detail angefühlt hat, steht in unserem Bericht zum ersten Eindruck an der Costa Brava.

Parken und Verkehrsregeln in Spanien
Beim Parken hilft in Spanien die Farbe der Bordsteinmarkierung. Das haben wir erst nach einer Woche kapiert.
| Linienfarbe | Bedeutung |
|---|---|
| Weiß | kostenlos, lokale Hinweise beachten |
| Blau | kostenpflichtig, Parkschein, zeitlich begrenzt |
| Grün | vorrangig für Anwohner, in einigen Städten dürfen Besucher gegen höhere Gebühr und mit Zeitlimit parken |
| Gelb | Parkverbot |
Die Bedeutung der Farben legen die Gemeinden fest, im Detail kann sie also abweichen. Parkgebühren kannst du in teilnehmenden Zonen mit der App EasyPark per Handy zahlen, dafür hinterlegst du Kennzeichen und Zahlungsmittel. Achte zusätzlich auf die Schilder R-308, die das Parken an geraden oder ungeraden Tagen untersagen.
Die Regeln, die für Wohnmobile wichtig sind:
- •Tempolimit unter 3,5 Tonnen: innerorts je nach Straßentyp 20, 30 oder 50, auf der Landstraße 90, auf Autovía und Autopista 120 km/h
- •Über 3,5 Tonnen: auf der Landstraße 80, auf Autovía und Autopista 90 km/h
- •Promillegrenze 0,5, für Fahranfänger in den ersten zwei Jahren 0,3
- •Pflicht an Bord: eine Warnweste und ein Absicherungsmittel. Ein Ersatzrad oder Reparaturset ist empfehlenswert, aber keine Mitführpflicht
- •Neu und wichtig: Seit dem 1. Januar 2026 dürfen in Spanien zugelassene Fahrzeuge nur noch die vernetzte Warnleuchte V-16 zum Absichern nutzen, Warndreiecke sind dort nicht mehr gültig. Für ein in Deutschland zugelassenes Wohnmobil gilt im internationalen Verkehr weiter das Warndreieck der Heimatzulassung. Wer länger in Spanien unterwegs ist, fährt mit einer V-16 trotzdem sicherer und unauffälliger
- •Bei freiwilliger Zahlung innerhalb von 20 Kalendertagen reduziert sich das Bußgeld um 50 Prozent
- •Heck-Fahrradträger dürfen Rücklicht, Blinker und Kennzeichen nicht verdecken
Was kostet Spanien mit dem Wohnmobil?
Spanien ist im Vergleich zu Skandinavien angenehm günstig, gerade beim Essen und beim Diesel. Hier sind unsere Richtwerte aus zwei Monaten:
| Posten | Typische Kosten |
|---|---|
| Diesel | rund 1,75 bis 1,85 € pro Liter |
| Französische Maut auf der Anreise (unser Kastenwagen, Frühjahr 2026) | rund 120 €, mautarme Route praktisch kostenlos |
| Spanische Maut | rund 1.435 von 12.091 km mautpflichtig, AP-7 an der Küste seit 2021 frei |
| Ver- und Entsorgung am Campingplatz | rund 3 bis 5 € |
| Caña oder Café con leche | 1,50 bis 2,50 € |
| Tapas-Portion | 3 bis 6 € |
| Glas Hauswein | 1,50 bis 3 € |
| Frisch gepresster Orangensaft | 2,50 bis 4 € |
Rechne einmal durch, was in vier Wochen zusammenkommt: Maut und Sprit machen zusammen leicht das Vier- bis Fünffache aller Eintritte aus. Wer mautfrei fährt, an Discount-Tankstellen tankt und die kostenlosen Flächen nutzt, kommt in Spanien sehr günstig durch. Für das Bezahlen unterwegs nutzen wir mehrere Karten, damit wir bei einer Sperrung nie ohne Geld sind, unseren Vergleich findest du bei den Kreditkarten für Camper.
Beste Reisezeit für Spanien mit dem Wohnmobil
Die Reisezeit entscheidet in Spanien mehr über den Urlaub als die Route. Grob gilt:
| Zeitraum | Passende Region |
|---|---|
| Frühling (April, Mai) | Andalusien, Valencia, Katalonien |
| Sommer | nur Nordspanien und die Pyrenäen |
| Herbst (September, Oktober) | Andalusien, Valencia, Katalonien |
| Winter | Costa de la Luz, Murcia, Almería |
Zum Überwintern ist Südspanien das beste Festlandziel Europas, mit tagsüber 15 bis 20 Grad und selten unter 5 Grad nachts. Wichtig ist dabei der Blick aufs Wetter: Vor allem zwischen September und November kommt es an der Mittelmeerküste zu Starkregen und Sturzfluten, trockene Flussbetten füllen sich in Minuten. Steh dann nicht in Senken, exponiert auf Klippen oder auf unbefestigtem Boden, und fahr die Markise ein.
Wie sich Überwintern an der Costa Blanca anfühlt, haben wir in unserem Alicante-Guide beschrieben.
So planst du deine Spanien-Route
Wenn du zum ersten Mal nach Spanien fährst, würden wir es heute so aufziehen:
- •Anreise über Frankreich mit dem Maut-Kompromiss, erste Nacht kurz hinter der Grenze
- •Costa Brava als Einstieg, dann Richtung Süden über Valencia und die Costa Blanca
- •Bewusst einen Abzweig ins Landesinnere einplanen, etwa Richtung Kastilien
- •Andalusien als Kern der Reise, allen voran Granada mit der Alhambra, dazu Sevilla und Málaga
- •Wer Zeit hat, kommt über Nordspanien und Galicien zurück, das ist der Teil, den kaum jemand fährt
Rechne für eine sinnvolle Runde mindestens drei Wochen, besser vier. Sieben komplette Routenvorschläge mit Etappen, Kilometern, Fahrzeiten und der passenden Jahreszeit stehen mit der interaktiven Karte in unserem Reiseführer.
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Du weißt jetzt, welche Fehler du vermeiden willst. Bleibt die Frage, wohin. Der Reiseführer enthält sieben komplette Routenvorschläge mit Etappen, Kilometern und bester Reisezeit, dazu die Regionen, die sich lohnen, wenn du nicht nur die Küste abfahren willst.

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5 Anfängerfehler im Spanien-Roadtrip: unsere Camping-Tipps für Spanien
In diesem Video fassen wir zusammen, was wir in zwei Monaten in Spanien falsch gemacht haben: von der Fahrzeuggröße über die Maut bis zum Tanken. Alles aus eigener Erfahrung, ohne Beschönigung.
Schau dir das Video an, wenn du unsere fünf Fehler in Bewegung hören willst. Alle geprüften Stellplätze, sieben komplette Routen und die Regularien für Spanien liegen in unserem Lehmann Vlogs Spanien-Reiseführer mit interaktiver Google-Maps-Karte.
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