Nein, mit dem Wohnmobil ist Spanien nach unserer Erfahrung nicht gefährlich: Auf rund 15.000 km quer durchs Land hatten wir keinen Einbruch, keinen Einbruchsversuch und keinen Diebstahl, obwohl das Auswärtige Amt Taschendiebstahl und Raub entlang der Autobahnen, besonders auf der A7 zwischen La Jonquera und Barcelona, ausdrücklich nennt. Wir von Lehmann Vlogs leben in unserem Camper und waren vier Monate lang von Nordspanien bis Andalusien unterwegs. Hier steht, was die Behörde schreibt, was uns passiert ist und mit welchen drei Regeln wir unseren Camper schützen.
Ist Spanien gefährlich oder sicher? Die kurze Antwort
Nein, nach unserer Erfahrung ist Spanien mit dem Wohnmobil nicht gefährlicher als andere Länder in Europa. Wir hatten auf der ganzen Reise keinen Einbruch und keinen Einbruchsversuch, uns wurde nichts gestohlen, und ein Bußgeld haben wir in vier Monaten nie bekommen.
Das Auswärtige Amt hat für Spanien keine Reisewarnung. Es warnt aber vor Taschendiebstahl in Städten und an der Küste, vor Einbrüchen in Fahrzeuge und vor Raub entlang der Autobahnen, besonders auf der A7 zwischen La Jonquera und Barcelona. Beides stimmt: Die Risiken gibt es, und wir sind mit ein paar festen Regeln gut durchgekommen.
| Thema | Behörde | Bei uns |
|---|---|---|
| Diebe | Städte, Küste | nichts weg |
| Einbruch | kommt vor | kein Versuch |
| Autobahn | Raub auf der A7 | nicht erlebt |
| Barcelona | auch Gewalt | nichts passiert |
| Freistehen | keine Aussage | kein Bußgeld |
| Reisewarnung | keine | keine |
Unsere Erfahrung ersetzt die Hinweise des Auswärtigen Amts nicht. Wir waren im Winter unterwegs, und das Risiko an vollen Stränden im Sommer kennen wir nicht aus eigener Erfahrung. Lies deshalb beides, bevor du losfährst.
Sicherheit in Spanien: Was das Auswärtige Amt schreibt
Für Spanien gibt das Auswärtige Amt Reise- und Sicherheitshinweise heraus, eine Reisewarnung steht dort nicht. Für Wohnmobil-Reisende sind drei Punkte wichtig.
Taschendiebstahl: Vorsicht ist laut Behörde in größeren Städten, in touristischen Zentren und Ausflugsgebieten geboten, genannt werden die Balearen, die Mittelmeerküste und die Kanaren. Vor allem in Barcelona kommt es auch zu Vorfällen mit Gewalt.
Einbrüche: Die Behörde beobachtet Einbrüche in Ferienunterkünfte und in Fahrzeuge. Besonders vorsichtig sollst du an Flughäfen, Bahnhöfen, Busterminals, Sehenswürdigkeiten und beliebten Stränden sein.
Autobahn: Entlang der Autobahnen, vor allem auf der A7 zwischen der Grenze bei La Jonquera und Barcelona, werden Autofahrer laut Behörde immer wieder ausgeraubt. Die Täter machen auf einen angeblichen oder absichtlich verursachten Schaden aufmerksam, etwa mit Winken oder einer Reifenpanne, damit du anhältst.
Die Ratschläge der Behörde:
- •Keine Wertsachen und kein Gepäck sichtbar im Fahrzeug lassen und immer abschließen
- •Bei einer vermeintlichen Panne nicht auf dem Seitenstreifen halten, sondern bis zur nächsten Tankstelle oder belebten Raststätte weiterfahren
- •Vor dem Nachsehen den Wagen abschließen und die 112 anrufen
- •Bargeldlos zahlen und nur das Bargeld für den Tag mitnehmen
Lies die Reise- und Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amts zu Spanien vor der Abfahrt selbst, sie können sich ändern.
Wo wir in Spanien entspannt übernachtet haben
In unserer Spanien-Karte stehen 246 Orte aus vier Monaten Reise, vom Strandparkplatz bis zur Entsorgungsstation. Im Lehmann Vlogs Spanien-Reiseführer bekommst du dazu Routen, Freisteh-Regeln und Spartipps, damit du schon vor der Abfahrt weißt, wo du gut stehst.

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Unsere Bilanz nach 15.000 km: kein Einbruch, kein Diebstahl

Vor der Reise hatten wir viel über Einbrüche, Überfälle und Taschendiebe in Spanien gelesen und uns ehrlich Sorgen gemacht. Danach sind wir rund 15.000 km durchs Land gefahren, von Nordspanien bis Andalusien, durch Städte und an viele Strände. Passiert ist uns in dieser Zeit nichts.
Unsere erste Nacht in La Jonquera: Nach 14 Stunden Fahrt von Deutschland durch Frankreich sind wir kurz hinter der Grenze in La Jonquera angekommen. Dort gibt es ein großes Einkaufszentrum mit Supermarkt und großem Parkplatz. Das Übernachten wird dort nach unserer Erfahrung geduldet, eine offizielle Regel der Gemeinde dazu kennen wir nicht. Wir standen mit sehr vielen anderen Wohnmobilen und hatten eine ruhige erste Nacht.
Was wir in vier Monaten erlebt haben:
- •Keinen Einbruch und keinen Einbruchsversuch
- •Keinen Spiegeltrick und keinen Ärger auf der Autobahn
- •Nichts gestohlen, auch nicht in Barcelona
- •Kein Bußgeld beim Freistehen
Das heißt nicht, dass nichts passieren kann. Es kann dich überall treffen, in Deutschland genauso wie in Spanien. Ein Wohnmobil, in dem von außen nichts zu sehen ist, ist für Einbrecher nach unserer Einschätzung aber weniger attraktiv als eines, in dem die Tasche auf dem Sitz liegt.
Wohnmobil-Einbruchschutz: Unsere drei Regeln
Wir machen bei der Sicherheit keine Ausnahmen, auch nicht für fünf Minuten im Supermarkt. Diese drei Regeln halten wir überall ein, egal ob wir bei Lidl einkaufen, am Strand übernachten oder allein in der Natur stehen.
Regel 1: Alles wegräumen. Draußen bleiben keine Stühle, keine Markise und keine Schuhe stehen. Drinnen liegt nichts sichtbar herum: kein Bargeld, keine Tasche, kein Navi und keine Dashcam. Genau solche Sachen nimmt ein Dieb gern schnell mit, wenn er sie durch die Scheibe sieht.
Regel 2: Den Camper absichern. Sobald wir aussteigen, machen wir alles zu:
- •Die Alarmanlage schalten wir beim Aussteigen ein, rüttelt jemand an einer Tür, kommt eine Meldung aufs Handy
- •Alle Fenster decken wir von innen mit Thermomatten ab, auch an der Seitentür und hinten
- •Ein Trickstop in den Türen verhindert, dass jemand die Tür aufhebelt und die Zentralverriegelung löst
- •Die Hecktüren haben eine zusätzliche Verriegelung
- •Zwischen den Fahrerhaustüren spannen wir einen Spanngurt
Damit bleibt nur noch, eine Scheibe einzuschlagen. Das ist laut und dauert, und weil von außen niemand sieht, ob wir drin sitzen, halten wir einen Versuch für unwahrscheinlich.
Regel 3: Aufs Bauchgefühl hören. Wenn einer von uns einen Platz komisch findet, fahren wir weg. Wir diskutieren nicht und überreden den anderen nicht. In den letzten Jahren auf Reisen ist uns das vielleicht zehnmal passiert, meist nachts, und wir sind damit immer gut gefahren.
Die Thermomatten kommen bei uns auch dann an die Fenster, wenn wir nur kurz bei Lidl einkaufen.
Freistehen in Spanien: Wie sicher ist es und was macht die Polizei?


Beim Freistehen haben wir uns in Spanien nicht unsicher gefühlt. Ein Grund dafür ist die Polizei: Sie ist präsent und schaut gerade dort oft vorbei, wo viele Wohnmobile zusammen stehen.
So haben wir die Polizei erlebt: Die Beamten sehen sich den Platz an, achten darauf, dass alles ruhig ist, und fahren dann weiter. Auf einem Parkplatz bei Málaga ist die Polizei regelmäßig Streife gefahren, eingegriffen hat sie nicht. In der Nebensaison wurde das Stehen dort geduldet. Weiterfahren mussten wir nur an einem Markttag, und bei Starkregen hat die Polizei die Wohnmobile einmal auf festen Untergrund geschickt. Ein Bußgeld haben wir in vier Monaten nie bekommen.
Beim Freistehen raten wir:
- •Parken statt campen: Stühle, Tisch und Markise bleiben drin
- •An Plätzen mit Campingverbotsschild besonders zurückhaltend sein
- •Bei Regen meiden wir Plätze, auf denen sich Matschlöcher bilden oder Wasser steht
- •Weiterfahren, wenn sich ein Platz komisch anfühlt
Was in Spanien erlaubt ist und was nicht, regeln Gemeinden und Regionen unterschiedlich. Den Unterschied zwischen Parken und Campen und die Bußgelder erklären wir in unserem Artikel zum Wildcampen in Spanien.

Warum über 1000+ Camper uns vertrauen

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Taschendiebe: Ist Barcelona gefährlich?


Die realistischste Gefahr in Spanien sind für uns Taschendiebe. Sie sind in den Großstädten präsent, und Barcelona wird dabei oft genannt. Das Auswärtige Amt hebt Barcelona ausdrücklich bei Vorfällen mit Gewalt hervor.
Unsere Erfahrung: Uns wurde in Barcelona nichts gestohlen. Wir haben in der Stadt aber bewusst auf unsere Sachen aufgepasst.
Das hilft gegen Taschendiebe:
- •Handy und Geldbörse vorn tragen, nie in der Gesäßtasche
- •Nur das Bargeld für den Tag mitnehmen und sonst mit Karte zahlen
- •Am Strand nichts unbeaufsichtigt liegen lassen
- •Den Camper außerhalb abstellen und mit Bus oder Bahn ins Zentrum fahren
Wo du in Barcelona mit dem Wohnmobil parken kannst und was es mit der Umweltzone auf sich hat, steht in unserem Artikel Barcelona mit dem Wohnmobil.
Spiegeltrick und Autobahnräuber: Was du wissen solltest
Lara beschreibt im Video den sogenannten Spiegeltrick: Ein Gegenstand wird ans Auto geworfen, danach heißt es, du hättest einen Seitenspiegel abgefahren, und du sollst anhalten. Das kommt nicht nur in Spanien vor, sondern zum Beispiel auch in Italien. Uns ist das nicht passiert. Eine offizielle Warnung speziell zum Spiegeltrick haben wir nicht gefunden, das Auswärtige Amt warnt allgemein vor Tätern, die einen Schaden vortäuschen.
Woran Lara so ein Auto erkennt:
- •Die Fenster sind unten
- •Das Auto fährt auffällig langsam auf der rechten Spur
- •Oft ist es ein älteres Fahrzeug
Was wir dann machen: Nicht anhalten, sondern weiterfahren, bis wir uns sicher fühlen. Wer weiterfährt und die Leute ignoriert, den lassen sie nach Laras Erfahrung irgendwann in Ruhe. Lara rät im Video außerdem, dass der Beifahrer im Zweifel mit dem Handy mitfilmt. Das Auswärtige Amt rät, bei einer vermeintlichen Panne bis zur nächsten Tankstelle oder belebten Raststätte weiterzufahren.
Sieben Maschen, von der Reifenpanne bis zum falschen Polizisten, und was du tun solltest, wenn es doch passiert, haben wir im Artikel Autobahn-Räuber in Spanien gesammelt.
Unsere Plätze in Spanien
In unserer Reisekarte stehen die Parkplätze und Stellplätze, an denen wir in Spanien übernachtet haben, viele davon mit eigenen Bildern und ehrlichen Bewertungen.
Vor der Reise: Notruf, Polizei-Apps und Wetterwarnungen
Ein paar Dinge erledigst du am besten schon vor der Abfahrt, dann musst du im Ernstfall nicht suchen.
Das solltest du vorbereiten:
- •Die 112 ist in Spanien der Notruf, über den das Auswärtige Amt auch Vorfälle auf der Autobahn melden lässt
- •Die spanischen Polizeibehörden bieten laut Auswärtigem Amt Apps an, über die du Notrufe absetzen und die Polizei erreichen kannst
- •Für Unwetter: Der Wetterdienst AEMET und MeteoAlarm geben Warnungen heraus, Starkregen kann laut Auswärtigem Amt in allen Landesteilen auftreten
Wie du die Reise sonst vorbereitest, von Maut bis Spritpreis, steht in unseren Anfängerfehlern für Spanien mit dem Wohnmobil.
Unser Fazit: Spanien ist für uns nicht gefährlicher als andere Länder
Spanien ist mit dem Wohnmobil nach unserer Erfahrung nicht gefährlich. Wir von Lehmann Vlogs waren vier Monate unterwegs, sind rund 15.000 km gefahren und hatten keinen Einbruch, keinen Diebstahl und keinen Ärger auf der Autobahn. Wer im Internet nach Einbrüchen in Spanien sucht, findet viele Videos dazu. Die Angst davor war bei uns am Ende größer als das echte Risiko.
Unsere wichtigsten Punkte:
- •Nichts sichtbar liegen lassen und immer abdecken, auch beim Einkaufen
- •Den Camper mit Alarm, Trickstop und Spanngurt absichern
- •In Barcelona und anderen Großstädten auf Taschen und Handy achten
- •Auf der Autobahn nicht anhalten, wenn jemand dich dazu drängen will
- •Weiterfahren, wenn sich ein Platz falsch anfühlt
Wenn du deine Route und die Plätze schon vorher kennen willst, hilft dir der Lehmann Vlogs Spanien-Reiseführer. Dort stehen die Orte, an denen wir selbst waren, mit unseren Bildern und Bewertungen. Wenn du den Winter in Spanien verbringen willst, lies auch unseren Artikel zum Überwintern in Spanien.
Gut vorbereitet statt verunsichert
Von der französischen Grenze bis Andalusien: Im Reiseführer stehen fertige Etappen, die Regeln zum Freistehen und die Plätze, an denen wir uns wohlgefühlt haben. So fährst du mit einem Plan los statt mit einem mulmigen Gefühl.

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- •✅ Fertige Routen entlang der spanischen Küsten
- •✅ Freisteh-Regeln und was wirklich erlaubt ist
- •✅ Ver- und Entsorgung unterwegs
- •✅ Plätze, an denen wir selbst gestanden haben
Ist Spanien gefährlich für Camper? Einbruch, Taschendiebe & Co.
Im Video erzählt Lara, was wir vor der Reise über Spanien gelesen hatten, wie unsere erste Nacht in La Jonquera war, mit welchen drei Regeln wir unseren Camper absichern und was wir zu Taschendieben und zum Spiegeltrick auf der Autobahn sagen.
Schau dir das Video an, wenn du vor deiner Spanien-Reise wissen willst, wie sich die Sicherheit vor Ort anfühlt. Die Orte, an denen wir waren, findest du im Lehmann Vlogs Spanien-Reiseführer mit interaktiver Karte.
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