Nordspanien mit dem Wohnmobil: Route, Stellplätze & Tipps

Mit dem Wohnmobil durch Nordspanien: Route entlang der grünen Atlantikküste von Santiago de Compostela über Asturien bis ins Baskenland, mit Stellplatz-Tipps.

Nordspanien mit dem Wohnmobil: die Kathedrale von Santiago de Compostela

Nordspanien ist das grüne, wilde Gegenstück zum sonnigen Süden, und mit dem Wohnmobil ein Traum. Als Lehmann Vlogs waren wir entlang der Atlantikküste unterwegs, von Santiago de Compostela über die Steilküsten Galiciens und die Fischerorte Asturiens bis ins Baskenland. In diesem Beitrag zeigen wir dir die Route, die schönsten Stopps und unsere Tipps zum Parken und Übernachten. Alle persönlich getesteten Spots findest du in unserem Spanien-Reiseführer.

Warum Nordspanien mit dem Wohnmobil?

Wer bei Spanien nur an Sonne, Sangria und überfüllte Strände denkt, kennt den Norden nicht. Die spanische Atlantikküste ist grün, ursprünglich und angenehm kühl, gerade dann, wenn es im Süden zu heiß wird.


Das macht Nordspanien besonders:

  • Grüne Küste statt Bettenburgen: saftige Hügel, Steilküsten, kleine Fischerorte, weite Sandstrände.
  • Perfekt im Sommer: Während Andalusien 40 Grad und mehr hat, ist es im Norden angenehm mild, das ist die beste Reisezeit für diese Region.
  • Kultur pur: mit Santiago de Compostela liegt hier das Ziel des Jakobswegs, dazu Städte wie Bilbao und San Sebastián.
  • Entspanntes Reisen: In vielen Regionen des Nordens ist Freistehen unkompliziert, und es gibt gut ausgestattete Stellplätze.

Santiago de Compostela: das Herz der Route

Die Kathedrale von Santiago de Compostela auf der Praza do Obradoiro

Für uns ist Santiago de Compostela der emotionale Höhepunkt der Nordspanien-Runde. Die Stadt ist das Ziel des berühmten Jakobswegs, und wenn du die Pilger auf dem letzten Stück ankommen siehst, spürst du sofort die besondere Stimmung.

Das Zentrum ist die gewaltige Kathedrale, die über dem Grab des Apostels Jakobus errichtet wurde. Die Altstadt gehört seit 1985 zum UNESCO-Welterbe. Von außen ist die Kathedrale fast noch beeindruckender als von innen, und das Beste: Der Eintritt in die Kathedrale ist kostenlos.


Praktisch mit dem Wohnmobil:

  • Wir haben außerhalb auf einem Stellplatz gestanden und sind zu Fuß oder mit dem Rad in die Altstadt, rund 20 bis 30 Minuten entlang eines schönen Parkwegs.
  • In der Krypta unter dem Altar kannst du zum Grab des Apostels hinabsteigen.
  • Im Inneren hängt der riesige Weihrauchkessel Botafumeiro, der bei besonderen Messen von mehreren Männern an einem dicken Seil geschwungen wird, ein spektakuläres Ritual.

Den genauen Stellplatz mit GPS-Punkt findest du in der Karte unseres Spanien-Reiseführers.

MIT GPS-KARTE

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Nordspanien ist nur eine Etappe unserer großen Spanien-Runde. Im Lehmann Vlogs Spanien-Reiseführer findest du unsere persönlich getesteten Orte mit interaktiver Google-Maps-Karte, online und offline, von der grünen Atlantikküste bis in den überwinterungsfreundlichen Süden.

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Fisterra und die Costa da Morte

Nur eine gute Autostunde westlich von Santiago liegt das Cabo Fisterra, das die Römer einst für das Ende der Welt hielten. Heute ist der Leuchtturm am Kap ein magischer Aussichtspunkt, besonders zum Sonnenuntergang über dem Atlantik.

Die Küste hier heißt Costa da Morte, Todesküste, wegen ihrer wilden Brandung und der vielen Schiffbrüche. Für Wohnmobilreisende ist genau das der Reiz: dramatische Klippen, kaum Trubel, ursprüngliche Natur.

Steilküste am Cabo Fisterra an der Costa da Morte in Galicien

Galiciens Strände und wilde Atlantikküste

Weiter, wilder Sandstrand an der galicischen Atlantikküste

Galiciens Strände sind anders als im Süden: weit, oft menschenleer, mit feinem hellem Sand und türkisem, aber kaltem Atlantikwasser. Zum stundenlangen Spazieren und Fotografieren sind sie unschlagbar, zum Baden brauchst du gute Nerven.


Ein Highlight für die Route: die Praia das Catedrais (Kathedralenstrand) mit ihren gewaltigen Felsbögen, die bei Ebbe wie Kathedralen aus dem Sand ragen. Der Zugang ist nur bei Ebbe möglich, und im Sommer (1. Juli bis 30. September) sowie in der Karwoche brauchst du eine kostenlose Online-Reservierung über das offizielle Portal der Xunta de Galicia, plane das kurz vorher ein.

Asturien: Fischerorte und grüne Berge

Weiter östlich beginnt Asturien, und die Landschaft wird noch grüner und bergiger. Charmante Küstenorte wie Ribadesella mit ihren bunten Häusern und kleinen Fischerhäfen laden zum Bummeln ein.

Das Besondere an Asturien: Die grünen Berge des Nationalparks Picos de Europa sind ganz nah, du kannst also Küste und Hochgebirge an einem Tag verbinden. Dazu gibt es deftige Küche und den berühmten asturischen Cidre.

Fischerhafen von Ribadesella in Asturien mit bunten Häusern und Bergen
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Baskenland: Bilbao & San Sebastián

Das Guggenheim-Museum in Bilbao mit dem roten Bogen der Puente La Salve

Den krönenden Abschluss bildet das Baskenland. In Bilbao ist das Guggenheim-Museum von Frank Gehry ein architektonisches Wunderwerk aus glänzendem Titan, ein Muss, auch wenn du nicht hineingehst.

Rund eine Stunde weiter liegt San Sebastián (Donostia) mit der eleganten Bucht La Concha und der weltberühmten Pintxos-Kultur, den baskischen Tapas. Die Region ist bekannt für ihre exzellente Küche und die entspannte, weltoffene Atmosphäre.

Stellplätze & Freistehen in Nordspanien

Nordspanien ist für Wohnmobilreisende angenehm entspannt. Es gibt gut ausgestattete Stellplätze mit Ver- und Entsorgung, und in vielen Regionen des Nordens wird das Übernachten im Fahrzeug locker gehandhabt.


Was du zur Rechtslage wissen solltest:

  • Die spanische Verkehrsbehörde DGT hat einheitliche Kriterien dafür, wann ein abgestelltes Wohnmobil noch als Parken und nicht als Campen gilt. Vereinfacht gilt: nur die Reifen berühren den Boden, nichts ragt über den Fahrzeugumriss hinaus, keine Flüssigkeiten nach außen.
  • Sobald du Campingstühle, Tisch oder Markise draußen aufbaust, gilt es als Camping und ist außerhalb offizieller Plätze nicht erlaubt.
  • Achte immer auf lokale Beschilderung, einzelne Gemeinden haben eigene Regeln.

Unsere konkreten, getesteten Stellplätze mit Bewertung und GPS-Punkt haben wir in der interaktiven Karte des Spanien-Reiseführers gesammelt.

Beste Reisezeit für Nordspanien

Anders als der Süden ist Nordspanien vor allem ein Sommerziel. Dann ist es an der grünen Küste angenehm mild, während der Rest Spaniens in der Hitze glüht.


Kurz zusammengefasst:

  • Juni bis September ist die beste Zeit, mit den stabilsten und wärmsten Tagen.
  • Der Norden trägt seinen grünen Charakter nicht umsonst: Außerhalb des Sommers regnet es hier deutlich häufiger als im Süden.
  • Der Atlantik bringt auch im Sommer frischen Wind und kühleres Wasser, ideal, wenn du der Süd-Hitze entkommen willst.
  • An der Küste sind kräftige Atlantikstürme möglich, prüfe bei unbeständigem Wetter die Warnungen und meide exponierte Plätze.

Fazit: unsere Nordspanien-Route

Nordspanien ist das perfekte Ziel, wenn du Spanien einmal ganz anders erleben willst: grün statt staubig, wild statt überlaufen, kühl statt glühend heiß. Unsere Route von Santiago de Compostela über die Costa da Morte und Asturien bis ins Baskenland verbindet Kultur, dramatische Küsten und großartiges Essen.

Mit dem Wohnmobil ist die Region besonders schön, weil du flexibel von der Steilküste in die grünen Berge und weiter in die Städte wechseln kannst. Wenn du danach in den Süden weiterziehst, findest du die passende Fortsetzung in unserem Artikel Andalusien mit dem Wohnmobil.

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Mit dem Wohnmobil durch Nordspanien: Santiago de Compostela & Atlantikküste

Wir nehmen dich mit an die grüne Küste Nordspaniens, mit dem Herzstück Santiago de Compostela, dem Ziel des Jakobswegs.

Schau dir unsere Nordspanien-Etappe an. Alle Stellplätze und Highlights der Atlantikküste auf einer interaktiven Karte findest du im Lehmann Vlogs Spanien-Reiseführer.

Häufig gestellte Fragen