Andalusien mit dem Wohnmobil: Route, Stellplätze & 5 Fehler

Andalusien mit dem Wohnmobil: Routenvorschlag über 1.000 km in 14 Tagen, geprüfte Stellplätze, aktuelle Eintrittspreise und 5 Fehler, die du vermeiden kannst.

Lara vor einem Wohnmobil-Verbotsschild an einem andalusischen Strand, dahinter unser Campervan und ein Polizeiauto

Andalusien bietet viele Sehenswürdigkeiten auf kurzen Etappen, und genau das macht die Region mit dem Wohnmobil so gut planbar. Hier findest du unseren Routenvorschlag über rund 1.000 Kilometer in 14 Tagen, die Eintrittspreise der wichtigsten Stopps nach den Betreiberseiten und die fünf Anfängerfehler aus unserem Video, von den Fahrrädern, die wir umsonst mitgeschleppt haben, bis zur Maut, die du in Andalusien kaum brauchst. Alle geprüften Orte findest du in unserem Spanien-Reiseführer.

Warum Andalusien mit dem Wohnmobil funktioniert

Panoramablick über Málaga mit Hafen, Kreuzfahrtschiff und Mittelmeer vom Aufstieg zur Alcazaba

Andalusien ist für viele das Spanien im Kopf: maurische Paläste, weiße Dörfer, Flamenco, Orangenbäume in den Altstadtgassen.

Unsere Einordnung vorweg: Die Städte haben uns begeistert. Landschaftlich hat uns der Weg dorthin, über die Costa Blanca und die Costa Cálida, aber besser gefallen als Andalusien selbst.

Für Wohnmobile ist die Region trotzdem attraktiv, weil die Highlights nah beieinander liegen. Granada, Málaga, Marbella, Gibraltar, Cádiz und Sevilla lassen sich in zwei Wochen sinnvoll verbinden, Córdoba und die weißen Dörfer kommen als Abstecher dazu.

Als Lehmann Vlogs waren wir vier Monate am Stück mit dem Camper in Spanien unterwegs und haben dabei 246 Orte persönlich in unserer Karte markiert. 91 dieser Pins liegen in Andalusien und im Süden, das ist der dichteste Abschnitt unserer ganzen Reise.

Was Andalusien für Camper stark macht:

  • •Kurze Etappen zwischen den großen Sehenswürdigkeiten
  • •Im Winter deutlich milder als der Norden
  • •Sehr viele kostenlose Parkflächen, wenn du nicht direkt am Meer stehst
  • •Kostenlose Autovías, die die mautpflichtigen Strecken fast überall ersetzen

Der Gegenpunkt: An der Küste ist es voll. Wer im Frühling oder Herbst am Meer stehen will, muss vorplanen. Genau da liegt auch unser erster Anfängerfehler.

Das brauchst du für deine Spanien-Reise

Damit du entspannt startest, hier unsere wichtigsten Empfehlungen aus vier Monaten in Spanien auf einen Blick:

ROUTEN INKLUSIVE

Die Andalusien-Route fertig geplant

Du willst nicht selbst Etappen sortieren? Der Reiseführer enthält sieben komplette Routenvorschläge mit Kilometern, Dauer und bester Reisezeit, darunter die 14-Tage-Runde durch Südspanien und Andalusien über rund 1.000 Kilometer.

Routenvorschlag für Andalusien aus dem Lehmann Vlogs Spanien-Reiseführer

Die Andalusien-Route fertig geplant

€29.99

Du willst nicht selbst Etappen sortieren? Der Reiseführer enthält sieben komplette Routenvorschläge mit Kilometern, Dauer und bester Reisezeit, darunter die 14-Tage-Runde durch Südspanien und Andalusien über rund 1.000 Kilometer.

  • •✅ 7 fertige Routen mit Etappen & Kilometern
  • •✅ Südspanien-Runde mit Andalusien in 14 Tagen, winterfahrbar
  • •✅ Beste Reisezeit pro Region
  • •✅ Überwinterungs-Regionen im Detail

Unser Routenvorschlag: rund 1.000 Kilometer in 14 Tagen

Diese Route steht so in unserem Reiseführer, führt über Südspanien nach Andalusien und ist auf entspanntes Fahren ausgelegt. Sie fasst zusammen, welche Stopps wir empfehlen und in welcher Reihenfolge sie am besten zusammenpassen. Sie ist winterfahrbar und lässt sich nach Süden mit Portugal verlängern. Ob am Ende Spanien oder Portugal besser zu dir passt, klären wir im direkten Vergleich Spanien oder Portugal mit dem Wohnmobil.

EtappeStoppWarum
1AlicanteEinstieg von der Ostküste, Burg Santa Bárbara
2CartagenaRömisches Theater, Yachthafen
3AlmeríaAlcazaba, Wüste von Tabernas
4GranadaAlhambra, Albaicín, Gratis-Tapas
5MálagaAltstadt, Alcazaba, Promenade
6MarbellaAltstadt, Promenade, Puerto Banús
7GibraltarAffenfelsen, Landebahn queren
8CádizBlick auf den Atlantik, römisches Theater
9SevillaAlcázar, Kathedrale, Plaza de España

Wenn du mehr Zeit hast, hängst du Córdoba mit der Mezquita und die weißen Dörfer rund um Ronda an. Beide Abstecher liegen im Landesinneren und kosten zusätzliche Fahrtage.

Bei allen sieben Routen aus unserem Spanien-Reiseführer sind Etappen, Kilometer und die beste Reisezeit hinterlegt.

Málaga: unsere Lieblingsstadt in Andalusien

Der Genueser Brunnen auf der Plaza de la Constitución in der Altstadt von Málaga mit Palmen

Málaga gehört zu unseren Lieblingsstädten in Andalusien. Die Stadt hat knapp 600.000 Einwohner und laut der Wetterbehörde AEMET rund 2.900 Sonnenstunden im Jahr, gemessen an der Station Málaga Aeropuerto im langjährigen Mittel 1981 bis 2010.

Mit dem Wohnmobil fährst du nicht in die Innenstadt. Wir haben am Stadtrand geparkt, sind etwa 15 Minuten zur Metrostation gelaufen und dann mit der Metro rund 15 Minuten ins Zentrum gefahren. Das Einzelticket kostet 1,35 Euro, mit der Consorcio-Verkehrskarte zahlst du 2026 nur 0,49 Euro pro Fahrt. Den kompletten Málaga-Rundgang mit allen Sehenswürdigkeiten und Preisen findest du in unserem Málaga mit dem Wohnmobil-Guide.


Málagas Highlights im Überblick:

  • •Alcazaba und Castillo de Gibralfaro über der Stadt
  • •Mirador de la Coracha auf dem Weg zwischen beiden
  • •Römisches Theater aus dem frühen 1. Jahrhundert nach Christus, 1951 wiederentdeckt, Eintritt frei
  • •Kathedrale „La Manquita“ mit ihrem unvollendeten zweiten Turm
  • •Museo Picasso und das Centre Pompidou an der Promenade
  • •Playa de la Malagueta mit langer Strandpromenade

Bei den Tapas ist uns eine Adresse besonders hängen geblieben: eine sehr beliebte Tapas-Bar in der Altstadt, in der Wein und Bier ab rund 3 Euro pro Glas beginnen und Tapas 3 bis 5 Euro kosten. Der Käsekuchen mit Pistazieneis für rund 7 Euro war wirklich hervorragend. Wartezeit von 10 bis 15 Minuten ist normal.

Alcazaba und Gibralfaro: Preise und der Gratis-Trick

Preistafel am Eingang des Castillo de Gibralfaro in Málaga mit Tarifen und dem Hinweis auf freien Eintritt am Sonntag

Die beiden Festungen über Málaga kosten laut der offiziellen Seite der Stadt 7 Euro pro Monument, das Kombiticket für Alcazaba und Castillo de Gibralfaro liegt bei 10 Euro. Ermäßigt sind es 3 beziehungsweise 5 Euro, Gruppen ab zehn Personen zahlen 5 beziehungsweise 8 Euro.

Der eigentliche Spartipp steht als Aushang direkt am Eingang: Sonntags ab 14 Uhr ist der Besuch kostenlos. Für den Panoramablick lohnt sich genau dieses Zeitfenster.


Was wir davon halten:

Gegen Eintritt lohnt sich das Castillo de Gibralfaro unserer Meinung nach nicht besonders. Einen tollen Ausblick hast du auch schon weiter unten am Mirador de la Coracha. Der Aufstieg dorthin ist steil. Wer nicht laufen will, nimmt den Bus mit der Nummer 35 nach oben.

Öffnungszeiten laut offizieller Seite: im Sommer vom 1. April bis 31. Oktober von 9 bis 20 Uhr, im Winter vom 1. November bis 31. März von 9 bis 18 Uhr. Letzter Einlass ist jeweils eine Stunde vor Schluss.

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Kathedrale und Museen in Málaga

Die Fassade der Kathedrale von Málaga von unten fotografiert mit dem unvollendeten zweiten Turm

Die Kathedrale von Málaga verbindet Renaissance und Barock und steht auf den Fundamenten einer ehemaligen Moschee. Weil der zweite Turm nie fertig gebaut wurde, nennen die Einheimischen sie „La Manquita“, die Einarmige.

Der Eintritt liegt laut offizieller Seite bei 10 Euro inklusive Audioguide, ermäßigt 9 Euro für Menschen über 65, 7 Euro für Studierende und 6 Euro für Jugendliche von 13 bis 17. Kinder unter 13 Jahren sind frei, die 4 Euro auf der Preisliste gelten für Schulgruppen. Ein kostenloses Zeitfenster gibt es täglich von 8:30 bis 9 Uhr, dann allerdings ohne Audioguide.


Das Museo Picasso liegt wenige Minuten entfernt im Palacio de Buenavista. Laut Museum ist der Eintritt sonntags in den letzten zwei Öffnungsstunden frei. Weil die Öffnungszeiten saisonal wechseln, ist das je nach Monat ab 16, 17 oder 18 Uhr, prüf die aktuelle Zeit vorher auf museopicassomalaga.org. Rechne mit einer langen Schlange, wir würden entweder deutlich früher da sein oder an einem anderen Tag zahlen.

Für die Altstadt selbst brauchst du kein Ticket. Rund um den Genueser Brunnen und die Fußgängerzone reihen sich Bars, Restaurants und kleine Läden, und genau da liegt für uns der Reiz von Málaga.

Granada: die Alhambra ist Pflicht, aber nur mit Ticket

Granada ist für uns ein Pflichtstopp in Andalusien, und die Alhambra ist der Grund. Die maurische Palastanlage ist UNESCO-Welterbe und hatte im Jahr 2025 laut einer Mitteilung der Junta de Andalucía 2.726.871 Besuche.

Wichtig für die Planung: Kauf die Tickets früh, denn für die Nasridenpaläste steht auf dem Ticket eine feste Einlasszeit, die du einhalten musst. Am Eingang wird der Ausweis kontrolliert, in unserem Fall zweimal. Nach den Erdbeben Ende August 2026 hat der Patronato die Anlage überprüft. Die Alcazaba ist seit Ende September wieder offen, geschlossen bleiben laut Patronato zwei Monumente in der Stadt, die Casa del Horno de Oro und der Palacio de Dar al-Horra. Den aktuellen Stand nennt der Patronato auf seiner Seite.


Auch ohne Alhambra-Ticket lohnt Granada:

  • •Mirador de San Nicolás mit Blick auf Alhambra und Sierra Nevada, kostenlos
  • •Albaicín, das alte maurische Viertel mit verwinkelten Gassen
  • •Alcaicería, der ehemalige nasridische Seidenmarkt. Was du heute siehst, ist der neomaurische Wiederaufbau nach dem Großbrand von 1843
  • •Die Tapas-Kultur: in vielen Bars gibt es zum Getränk eine Tapa gratis

Wie wir Granada mit dem Camper gemacht haben, wo wir geparkt haben, welcher Bus dich hinaufbringt und was der Tag am Ende gekostet hat, steht ausführlich im Artikel Granada mit dem Wohnmobil.

Mark-Tipp:

Nimm in Granada den Reisepass mit, nicht nur den Führerschein.

Sevilla: Andalusiens Hauptstadt

Gekachelte Brücke über den Kanal der Plaza de España in Sevilla mit dem Halbrund des Gebäudes im Hintergrund

Sevilla hat knapp 700.000 Einwohner und ist die Hauptstadt Andalusiens. Die Stadt liegt am Guadalquivir, und die Altstadt ist genau das, was man sich unter Andalusien vorstellt: enge Gassen, blühende Innenhöfe, Orangenbäume.

Die Plaza de España im Parque de María Luisa wurde für die Ibero-Amerikanische Ausstellung 1929 gebaut und ist kostenlos zugänglich.


Was du in Sevilla nicht verpassen solltest:

  • •Real Alcázar, der älteste noch genutzte Königspalast Europas, mit weitläufigen Gärten
  • •Kathedrale mit dem Glockenturm Giralda
  • •Barrio Santa Cruz, das alte jüdische Viertel
  • •Plaza de España und der Parque de María Luisa
  • •Triana, das Viertel, aus dem der Flamenco kommt
  • •Setas de Sevilla, die moderne Holzkonstruktion mit Aussichtsplattform

Im Juli liegt die mittlere Tageshöchsttemperatur in Sevilla laut AEMET bei 36 Grad (Mittel 1981 bis 2010). Mit dem Wohnmobil würden wir Sevilla deshalb im Frühling oder Herbst besuchen.

Alcázar, Kathedrale und Setas: die Preise in Sevilla

Innenhof des Real Alcázar in Sevilla mit ockerfarbener Fassade, Bögen und geschnittenen Hecken
Der Real Alcázar ist laut Betreiber der älteste noch genutzte Königspalast Europas.
Die hölzerne Konstruktion der Setas de Sevilla vor blauem Himmel
Die Setas de Sevilla, offiziell Metropol Parasol, mit Aussichtsplattform über den Dächern.

Bei den Eintritten in Sevilla lohnt sich vor der Reise der Blick auf die offiziellen Seiten.

SehenswürdigkeitAktueller Eintritt
Real Alcázar, Entrada General15,50 €
Real Alcázar, Cuarto Real Alto zusätzlich5,50 €
Real Alcázar, ermäßigt (ab 65, Studierende von 14 bis 30)8,00 €
Kathedrale + Giralda, online13,00 €
Kathedrale + Giralda, an der Kasse14,00 €
Kathedrale + Giralda, ermäßigt online7,00 €
Setas de Sevilla, Aussicht mit Film und Lichtshowab 16,00 €
Setas de Sevilla, ermäßigtab 13,00 €
Plaza de España und Parque de María Luisakostenlos

Ein Gratis-Fenster, das sich lohnt:

Die Kathedrale bietet laut offizieller Seite sonntags von 16:30 bis 18 Uhr freien Eintritt, mit begrenzter Kapazität und nicht an Feiertagen. Bekommst du einen Platz, sparst du zu zweit 26 Euro.

Córdoba und die Mezquita

Blick von oben auf die Mezquita-Catedral von Córdoba mit dem Orangenhof und den Dächern der Altstadt

In Córdoba ist die Mezquita-Catedral eines der eindrucksvollsten Bauwerke, die wir in Andalusien gesehen haben. Der Bau der Ursprungsmoschee wird laut dem Betreiber auf 786 bis 788 datiert; nach der Rückeroberung wurde sie 1236 als christliche Kathedrale geweiht.

Beim Rundgang siehst du beides gleichzeitig: islamische Bögen und Säulen, und mitten darin eine Kathedrale mit Altar und Orgel.


Eintritt laut offizieller Seite des Cabildo:

  • •Erwachsene: 15,00 €
  • •Ermäßigt für Menschen über 65, Studierende von 15 bis 26: 12,00 €
  • •Kinder von 10 bis 14: 8,00 €
  • •Kinder unter 10: kostenlos
  • •Gratis-Fenster: Montag bis Samstag von 8:30 bis 9:30 Uhr, ohne Gruppen, Einlass endet um 9:20 Uhr

Mit dem Wohnmobil parkst du in Córdoba am besten außerhalb der Altstadt. Wir sind von unserem Parkplatz rund 30 Minuten zu Fuß ins Zentrum gelaufen. Im Sommer wird es in Córdoba oft über 40 Grad heiß.

Cádiz: die Atlantikseite von Andalusien

Panorama über die weißen Dächer von Cádiz mit der goldenen Kuppel der Kathedrale und dem Atlantik
Vom Wachturm Torre Tavira siehst du die ganze Altstadt und die goldene Kuppel der Kathedrale.
Freigelegte Steinreihen des römischen Theaters von Cádiz zwischen Wohnhäusern
Das römische Theater aus dem 1. Jahrhundert vor Christus wurde erst 1980 entdeckt, der Eintritt ist frei.

Cádiz liegt auf einer schmalen Halbinsel im Atlantik und ist fast komplett von Wasser umgeben. Die Stadt gehört zu den ältesten Europas, und die Altstadt mit ihren weißen Häusern und kleinen Plätzen fühlt sich völlig anders an als die Mittelmeerstädte.

Der Atlantik bringt eine andere Reisecharakteristik mit: Wind, kühleres Wasser und lange Strände an der Costa de la Luz.


Eintritte in Cádiz:

  • •Torre Tavira mit Camera Obscura: 8,00 €, ermäßigt 6,00 €. Laut Betreiber ist für den Besuch eine Reservierung nötig
  • •Kathedrale zum Heiligen Kreuz: 12,00 € allgemein, 11,00 € ab 65 Jahren, 10,00 € für Studierende von 13 bis 25. Kinder unter 12 in Begleitung eines Erwachsenen frei. Wer zusätzlich Turm, Krypta und Casa de la Contaduría sehen will, nimmt das erweiterte Kombiticket Cádiz Sacra
  • •Römisches Theater: Eintritt frei laut Junta de Andalucía. Die Öffnungszeiten wechseln, an einzelnen Feiertagen ist geschlossen, deshalb vorher kurz auf der Seite der Junta prüfen

Nördlich von Cádiz liegt außerdem ein großes Outlet-Center mit weitläufigen Parkflächen, die auch für längere Wohnmobile passen. Schön ist es dort nicht, als Zwischenstopp aber praktisch.

Marbella: ein Nachmittag reicht

Enge weiße Gasse in der Altstadt von Marbella mit gemustertem Kopfsteinpflaster und kleinen Läden

Wie ein kompletter Tag in Marbella aussieht, steht ausführlich unter Marbella Sehenswürdigkeiten. Marbella ist luxusorientiert und teurer als der Rest Andalusiens. Kaffee liegt bei 2 bis 3 Euro, Tapas bei 3 bis 5 Euro, ein Restaurantbesuch schnell bei 20 bis 40 Euro pro Person. Für uns war Marbella ein Stopp für einen Nachmittag, nicht für mehrere Tage.

Die Altstadt ist aber wirklich schön: enge Gassen mit weißen Fassaden, kleine Restaurants und der Plaza de los Naranjos mit seinen Orangenbäumen. Auf der Avenida del Mar stehen mehrere Skulpturen von Salvador Dalí, frei zugänglich und ein beliebtes Fotomotiv. Läufst du diese Straße vom Strand aus hoch, landest du direkt in der Altstadt.


Praktisch für Camper:

  • •Blaue und grüne Zonen: laut Marbella-Tourismus montags bis freitags 9 bis 14 und 16:30 bis 20:30 Uhr gebührenpflichtig, samstags 9 bis 14 Uhr. Sonntags und an Feiertagen kostenlos.
  • •Die Strandpromenade ist weitläufig und von Palmen gesäumt
  • •Eine Flamenco-Show kostet im Tablao in Marbella 39 Euro pro Person inklusive eines Getränks, in der Zona A mit den laut Betreiber besten Plätzen 49 Euro

Zur Flamenco-Show noch ein Hinweis: Wir haben sie gesehen, und für uns war es nichts. In der Zona A sitzt du sehr nah an den Tänzern, und es ist sehr laut. Den Aufpreis würden wir uns sparen.

Gibraltar: mit dem Wohnmobil bis zur Grenze, dann zu Fuß

Der Felsen von Gibraltar im Abendlicht, davor die breite Fläche der Landebahn
Der Felsen ragt rund 426 Meter auf. Die Fläche im Vordergrund ist die Landebahn des Flughafens.
Grenzübergang mit Aduana-Häuschen nach Gibraltar, dahinter der Felsen
Hier läuft man rüber: Parken auf spanischer Seite, dann zu Fuß über die Grenze.

Gibraltar steht seit dem Vertrag von Utrecht 1713 unter britischer Hoheit und ist heute ein britisches Überseegebiet mit britischem Recht. Bezahlt wird in Gibraltar-Pfund, Euro werden aber fast überall angenommen. Welche Ausweisdokumente du brauchst, prüfst du am besten kurz vorher auf den Seiten der Regierung Gibraltars: Der Vertragstext zwischen EU und Vereinigtem Königreich vom Februar 2026 soll die Kontrollen an der Landgrenze ändern, ein Startdatum nennt die Regierung dort noch nicht.

Mit dem Wohnmobil hineinzufahren ist nicht empfehlenswert. Wir haben auf der spanischen Seite in La Línea de la Concepción geparkt und sind zu Fuß über die Grenze gegangen, das dauert nur wenige Minuten. Direkt hinter der Grenze kreuzt der Fußweg die Landebahn des Flughafens, dann schließen sich Schranken wie an einem Bahnübergang. So etwas haben wir sonst nirgends gesehen.


Was du wissen solltest:

  • •Der Zugang zum Upper Rock Nature Reserve kostet laut der offiziellen Tourismusseite Gibraltars 30 Pfund für Erwachsene und 22 Pfund für Kinder von 5 bis 11 Jahren pro Tag, Kinder unter 5 sind frei. Im Eintritt enthalten sind unter anderem St. Michael's Cave, die Tunnel im Felsen, die Maurische Burg, der Skywalk und die Windsor-Hängebrücke
  • •Die Berberaffen auf dem Felsen sind frech: Essen nicht offen tragen, Taschen zu
  • •Bei klarem Wetter siehst du von oben bis nach Afrika
  • •Prüfe vor der Einreise dein Roaming, Gibraltar ist nicht in der EU. Ein Starbucks im Zentrum bietet kostenloses WLAN
  • •Auf den Parkplätzen an der Grenze sind einzelne Bereiche werktags tagsüber gesperrt und entsprechend gekennzeichnet. Lies die Beschilderung, bevor du stehen bleibst, und plane bei über sieben Metern Fahrzeuglänge mehr Zeit für die Platzsuche ein

Der Aufstieg zum Felsen geht zu Fuß, mit der Seilbahn oder per Taxi.

Weiße Dörfer und die Bergstraßen um Ronda

Wer Andalusien nur an der Küste fährt, verpasst das Hinterland. Dort liegen die Pueblos Blancos, die weißen Dörfer, und dazwischen Bergstraßen mit Panorama.

Ronda ist der bekannteste Ausgangspunkt: eine Stadt über einer Schlucht, deren beide Seiten die Brücke Puente Nuevo verbindet. Von hier fährst du weiter in die Dörfer der Umgebung.


Ein Ort, den wir besonders empfehlen: Setenil de las Bodegas. Das Dorf ist außergewöhnlich, weil die Häuser direkt unter und in riesige Felsüberhänge gebaut wurden. Beim Spaziergang läufst du teilweise komplett unter dem Fels entlang. Plane zwei bis drei Stunden ein.

Aber Achtung mit großen Fahrzeugen: Die Anfahrt ist extrem eng, steil und kurvig. Wir empfehlen den Besuch nur mit einem kleineren Camper.

Stellplätze in Andalusien: was uns funktioniert hat

Große Betonfläche in Andalusien mit mehreren Wohnmobilen am Rand und Eukalyptusbäumen im Hintergrund

In Andalusien gilt eine einfache Faustregel, und sie hat uns die ganze Region über getragen: Je weiter du vom Wasser weg stehst, desto entspannter und günstiger wird es.

Was gut funktioniert hat:

  • •Große kommunale Schotter- und Betonflächen am Ortsrand, kostenlos
  • •Stadionparkplätze mit Anbindung an Metro oder Bus, kostenlos
  • •Einkaufszentren und Outlets mit weitläufigen Flächen als Zwischenstopp

Was Ärger machen kann:

Auf einer der großen Flächen haben wir drei Nächte problemlos gestanden. Am Wochenende fand dort ein Markt statt, dann kam die Polizei und hat den Platz geräumt.

An einer Einfahrt sahen wir außerdem eine Höhenbegrenzung, die Wohnmobile offiziell ausschließt, obwohl dort unter der Woche Camper übernachteten. Und für den Strand selbst ist die Rechtslage eindeutig: Laut Küstengesetz Ley 22/1988 Art. 33.5 sind Parken, unerlaubtes Befahren und Camping auf dem Strand untersagt. Darüber hinaus schränken viele Küstengemeinden zusätzlich ein, teils mit eigener Beschilderung direkt an der Zufahrt. Was am jeweiligen Platz gilt, sagt dir nur das Schild vor Ort.

Welche Plätze wir angefahren haben und wie wir sie bewertet haben, steht mit eigenen Fotos in der interaktiven Karte unseres Spanien-Reiseführers.

Im Hinterland war es für uns ruhiger als an der Küste

Ruhiger Platz im andalusischen Hinterland unter hohen Bäumen

Im Inland war es bei uns deutlich entspannter als an der Küste, wo die Plätze voll waren.

An dem Platz auf dem Bild war die Nacht bei uns ruhig.

In unserer Reisekarte haben wir viele kostenlose Wohnmobilstellplätze markiert. Welche das sind und wie wir sie bewerten, steht im Spanien-Reiseführer.

Der Stellplatz direkt am Strand: 2 Euro und viel Betrieb

Sandiger Wohnmobilstellplatz an der Costa del Sol mit dicht stehenden Wohnmobilen und einem Platzwart in Warnweste

Wenn du unbedingt direkt am Meer stehen willst, geht das auch. An der Costa del Sol gibt es öffentliche Stellflächen für Wohnmobile direkt gegenüber vom Strand, auf denen Personal die Plätze zuweist. Preis: rund 2 Euro pro Tag, das Personal kassiert vor Ort.

Ver- oder Entsorgung gibt es nicht. Laut ist es auch, durch Straßenverkehr und in manchen Lagen durch Flugzeuge. Und bei Regen solltest du dort nicht stehen: Der Boden ist sandig und steht schnell unter Wasser.


Unsere Einschätzung:

Für einen Strandtag oder eine Nacht mit Meerblick ist das in Ordnung, für eine Woche nicht. Wir würden es so aufteilen wie an der Costa Brava: tagsüber am Wasser, nachts im Landesinneren. In Roses hat genau diese Aufteilung für uns gut funktioniert.

Die 5 Anfängerfehler, die wir in Andalusien gemacht haben

Das ist der Kern des Videos zu diesem Artikel: fünf Anfängerfehler, die wir dir in Andalusien ersparen wollen. Einige davon gelten für ganz Spanien. Die allgemeinen Fehler, die dir in ganz Spanien passieren können, von der Anreise über Frankreich bis zur Maut-Logik, stehen im Artikel Mit dem Wohnmobil nach Spanien: 5 Anfängerfehler.

Fehler 1: ohne Reservierung und ohne Plan B an die Küste.

Bewirtschaftete Stell- und Campingplätze direkt am Meer waren bei uns fast durchgehend voll. Wer am Meer stehen will, muss reservieren, und wer abends ohne Plan B ankommt, steht vor verschlossenen Toren.

Es gibt zwei Wege daraus, und du musst dich für einen entscheiden:

  • •Du willst auf einen bewirtschafteten Platz am Meer: dann reservier. Das geht meistens per WhatsApp, die Nummer steht oft schon beim Kartendienst-Eintrag. Kurz schreiben, wann du kommst, fertig.
  • •Du bist flexibel: dann brauchst du keine Buchung, sondern für jeden Küstentag eine Alternative im Hinterland. Wir sind mit einem Kastenwagen unterwegs, können auf normalen Parkflächen stehen und sind so ganz ohne Buchung durchgekommen.

Was nicht funktioniert, ist die Mischung: an die Küste fahren, nicht reservieren und keine Alternative kennen.


Fehler 2: die Fahrräder mitgeschleppt.

Wir hatten unsere Fahrräder die ganze Spanien-Reise dabei und haben sie vielleicht zweimal gebraucht. Öffentliche Verkehrsmittel sind günstig und gut: In Granada kostet der Stadtbus 1,60 Euro, mit der Credibús-Karte 0,90 Euro, und die Minibusse hinauf zur Alhambra laufen im normalen Stadtnetz.

Der Nebeneffekt: Ohne Heckträger musst du dich auch nicht um die Kennzeichnung überstehender Ladung kümmern. In Spanien muss Ladung, die über das Heck hinausragt, rot-weiß schraffiert markiert sein, und Rücklichter, Blinker und Kennzeichen müssen frei bleiben. Die gelb-rote Warntafel am Heck kommt bei Fahrzeugen über 12 Meter Gesamtlänge dazu. Wer das ignoriert, riskiert eine Strafe.


Fehler 3: uns mit der Sicherheit verrückt gemacht.

Autobahnpiraten und Einbrüche sind in Spanien ein Thema, vor allem in größeren Städten und entlang der Küstenautobahn. Aber die Recherche vor der Reise malt ein Bild, das mit unserer Erfahrung nichts zu tun hat. In der gesamten Reisezeit ist uns nicht ein einziges Mal etwas passiert.

Das lag wahrscheinlich auch daran, dass wir keine leichten Ziele waren. Wir haben viele Wohnmobile gesehen, die Jalousien nie runtermachen und Wertsachen vorne im Cockpit liegen lassen. Wir machen beim Verlassen des Vans immer alles zu, auch auf einem Supermarktparkplatz, und die Türen sind manuell nicht zu öffnen.


Fehler 4: die Mautautobahn nehmen.

In Andalusien und in ganz Spanien gibt es gute, kostenlose Schnellstraßen, mit denen du die mautpflichtigen Autobahnen umfährst. Mautpflichtig sind in Andalusien laut spanischer Verwaltung noch die AP-7 zwischen Málaga und Guadiaro und die AP-46 zwischen Málaga und Alto de las Pedrizas.

Der Fix ist einfach: In der Navigation die Option „Mautstraßen vermeiden“ dauerhaft aktivieren, dann die Route einmal auf enge Abschnitte durchsehen. Wie das im Detail funktioniert und wo die Ausnahmen liegen, steht weiter unten.


Fehler 5: bei der Planung nur an Andalusien gedacht.

Andalusien war für uns eine der schönsten Regionen Spaniens, vor allem wegen der Städte, aber der Norden ist komplett anders: grüner, wilder, kühler, weniger Touristen. Landschaft, Architektur, Essen, alles unterscheidet sich. Andalusien ist stark gehypt und dadurch bei Stellplätzen teilweise stark umkämpft. Im Landesinneren und im Norden standen wir dagegen teilweise allein.

Maut in Andalusien vermeiden: Autovía statt Autopista

Hier räumen wir gleich mit einem Irrtum auf, der auch in unserem eigenen Reiseführer stand: Nicht jede Autobahn mit dem Kürzel AP ist mautpflichtig oder privat.

Laut dem spanischen Verkehrsministerium sind 1.435 von 12.091 Kilometern des staatlichen Schnellstraßennetzes mautpflichtig, also rund 12 Prozent. Mehrere AP-Strecken sind in den letzten Jahren kostenlos geworden, darunter die AP-4 und die komplette AP-7 an der Mittelmeerküste von der französischen Grenze bis Alicante seit 2021. Rund 700 der verbliebenen Mautkilometer betreibt die staatliche SEITT.


So fährst du praktisch mautfrei:

  • •Autovías mit dem Kürzel A sind staatlich und für dich kostenlos
  • •Mautpflichtig in Andalusien: Die AP-7 zwischen Málaga und Guadiaro, also der Abschnitt an Marbella und Estepona vorbei, kostet weiter Maut: in der Sondersaison 2026 (Juni bis September und rund um Ostern) für die Tarifklasse Ligero an den drei Hauptmautstellen zusammen 19,55 Euro, sonst 12 Euro. Einen eigenen Wohnmobil-Tarif weist die Tabelle nicht aus. Parallel läuft die kostenlose A-7 direkt an der Küste, dafür langsamer und mit mehr Verkehr
  • •Dazu die AP-46 zwischen Málaga und Alto de las Pedrizas, die die spanische Verwaltung ebenfalls als Mautautobahn führt
  • •In der Navigation die Option „Mautstraßen vermeiden“ aktivieren
  • •Vorher die Route ansehen: Wenn eine Straße auf dem Kartenbild eng aussieht, nimm sie nicht
  • •Keine Experimente durch kleine Dörfer, bei den Landstraßen bleiben

Wo Maut fällig wird, wird streckenbezogen abgerechnet: Bei der Auffahrt ziehst du ein Ticket, bei der Ausfahrt zahlst du. Ticket nicht verlieren. Visa und Mastercard werden laut ADAC in der Regel akzeptiert, Prepaid-Kreditkarten sowie Maestro und V-Pay nicht. Etwas Bargeld gehört ins Handschuhfach.

Für die elektronische Mautbox gilt beim ADAC: Standardvariante für Pkw und Wohnmobile bis 3,5 Tonnen, Camper-Variante darüber. Wichtiger noch: Wohnmobile mit Zwillingsbereifung werden laut ADAC unabhängig vom Gewicht in die höhere Mautklasse eingeordnet.

Sicherheit in Andalusien: die Maschen und die Zahlen

Gewaltverbrechen sind in Spanien selten: Laut Statistikamt INE lag die Mordrate 2023 bei 0,68 pro 100.000 Einwohner. Das eigentliche Thema sind Eigentumsdelikte an den Touristenküsten.

Der Schwerpunkt liegt rund um Barcelona: Die Provinz Barcelona hatte laut Eurostat 2024 eine knapp 2,9-fach so hohe Rate registrierter Raubdelikte wie der Landesschnitt. In Andalusien lag die Rate im selben Jahr unter dem Landesschnitt, aber die Küstenautobahn ist ein bekanntes Revier organisierter Banden.


Die typischen Maschen, die du kennen solltest:

  • •Spiegeltrick: Während der Fahrt wird etwas an dein Fahrzeug geworfen, es knallt. Ein Auto fährt neben dich, gestikuliert und zeigt auf seinen eigenen, angeblich von dir abgefahrenen Spiegel. Ziel ist Bargeld
  • •Reifen platt oder Rauch hinten: Jemand deutet auf einen Schaden, du hältst an, ein Komplize räumt den Wohnraum aus
  • •Nach dem Weg fragen oder auf etwas am Heckträger zeigen, um dich vom Fahrzeug wegzuziehen
  • •Ventilkappen abschrauben, damit du beim nächsten Halt beschäftigt bist

Was wirklich hilft: Nicht auf Zurufe reagieren. Bei einer echten Panne bis zur nächsten Tankstelle weiterfahren. Wenn dir jemand komisch kommt, das Handy rausholen und sichtbar filmen, dann verschwinden die meisten von allein. Nichts Sichtbares im Fahrzeug lassen, Abdeckungen anbringen, in der Region Barcelona lieber Campingplätze nutzen.

Wir fahren zusätzlich mit Dashcam und einem GPS-Tracker im Wohnmobil. Nicht aus Angst, sondern weil beides im Ernstfall der Unterschied zwischen Beweis und Behauptung ist.

Was kostet Andalusien mit dem Wohnmobil?

Andalusien lässt sich sehr günstig fahren, wenn du überwiegend frei stehst und die Gratis-Zeitfenster der Sehenswürdigkeiten nutzt. Hier unsere Richtwerte:

PostenTypische Kosten
Diesel in Spanienrund 1,92 € pro Liter (EU-Ölbulletin, Preise vom 5. Oktober 2026)
Kommunale Parkflächen im Landesinnerenkostenlos
Öffentlicher Stellplatz am Strand (Costa del Sol)rund 2 € pro Tag
Ver- und Entsorgung am Campingplatzrund 3 bis 5 €
Metro Málaga, Einzelticket1,35 €, mit Verkehrskarte 0,49 €
Stadtbus Granada, Einzelticket1,60 €, mit Credibús 0,90 €
Real Alcázar Sevilla15,50 €
Mezquita Córdoba15,00 €
Kathedrale Sevilla + Giralda (online)13,00 €
Alcazaba + Gibralfaro Málaga (Kombi)10,00 €
Upper Rock Gibraltar30 £
Tapas-Portion3 bis 6 €
Caña oder Café con leche1,50 bis 2,50 €

Ein großer Hebel sind die Eintritte. Wenn du Málaga für einen Sonntagnachmittag, Sevilla für ein Sonntag-Abendfenster und Córdoba für den frühen Morgen einplanst, sparst du zu zweit leicht 60 bis 80 Euro. Der zweite Hebel ist Diesel: Zwischen günstigen Tankstellen und den Markentankstellen in den Orten lagen bei uns ungefähr 10 bis 15 Cent pro Liter.

Den kompletten Kostenüberblick für eine Spanien-Reise inklusive Anreise und Maut haben wir im Spanien-Reiseführer aufgeschrieben.

Beste Reisezeit für Andalusien

Unsere Andalusien-Route im Reiseführer ist für Januar bis Juni und September bis November ausgelegt und winterfahrbar.

  • •Juli und August: in Sevilla mittlere Tageshöchstwerte um 36 Grad laut AEMET, in Córdoba oft über 40 Grad. Mit dem Camper nur bedingt sinnvoll
  • •September bis November: gute Reisezeit, aber Vorsicht bei Starkregen
  • •Winter: tagsüber mild, nachts kalt

Ein Wetterthema, das du ernst nehmen musst: Sturzflut-Starkregen, in Spanien DANA genannt, ist vor allem ein Herbstphänomen mit Schwerpunkt von Ende September bis November. Trockene Flussbetten füllen sich in Minuten. Steh dann nicht in einer Senke, nicht auf unbefestigtem Boden und nicht exponiert auf Klippen, fahr die Markise ein und nimm das Handy-Warnsystem der Regierung ernst. In der Verkehrsebene der Kartendienste siehst du gesperrte und überflutete Straßen.

Rechne beim Überwintern mit kalten Nächten: Bei uns sank die Temperatur nachts teilweise auf 0 Grad, und unsere Standheizung lief im Winter jede Nacht.

Unser Fazit zu Andalusien mit dem Wohnmobil

In Andalusien liegen viele sehenswerte Städte nah beieinander, und im Winter ist es hier deutlich milder als im Norden. Wer statt Sonne lieber den grünen, kühlen Norden erleben will, findet ihn in Nordspanien mit dem Wohnmobil.

Was wir beim nächsten Mal anders machen:

  • •Bewirtschaftete Küstenplätze vorher per WhatsApp reservieren, oder gleich das Hinterland planen
  • •Fahrräder zu Hause lassen und den ÖPNV nutzen
  • •Gratis-Zeitfenster der großen Monumente vorab in den Kalender legen
  • •Nicht nur Andalusien fahren, sondern den Norden dranhängen

Als Lehmann Vlogs haben wir in vier Monaten Spanien 246 Orte markiert, 91 davon in Andalusien und im Süden. Welche wir empfehlen und welche nicht, steht mit eigenen Fotos und Bewertungen in unserem Spanien-Reiseführer.

Spar-Tipp:

Leg deine Städtetage bewusst auf die Gratis-Fenster. Málaga sonntags ab 14 Uhr für Alcazaba und Gibralfaro, Córdoba morgens von 8:30 bis 9:30 Uhr für die Mezquita, Sevilla sonntags am späten Nachmittag für die Kathedrale. Zu zweit sind das schnell 60 Euro und mehr.

MIT GPS-KARTE

Unsere 91 Andalusien-Orte in einer Karte

91 unserer 246 Spanien-Pins liegen in Andalusien und im Süden. Im Lehmann Vlogs Spanien-Reiseführer bekommst du sie alle mit eigenen Fotos und unseren Notizen, dazu die interaktive Google-Maps-Karte für online und offline.

Lehmann Vlogs Spanien-Reiseführer mit interaktiver Karte

Unsere 91 Andalusien-Orte in einer Karte

€29.99

  • •✅ 246 persönlich markierte Orte, 91 davon im Süden
  • •✅ Interaktive Google-Maps-Karte (online & offline)
  • •✅ Freistehen, Maut & Ver-/Entsorgung erklärt
  • •✅ Eigene Fotos & ehrliche Bewertungen

5 ANFÄNGERFEHLER ANDALUSIEN SPANIEN Roadtrip! 🚐🇪🇸 Unsere Spanien CAMPING TIPPS für Andalusien

In diesem Video erzählen wir dir, welche fünf Fehler wir in Andalusien gemacht haben, vom Reservieren an der Küste bis zur Maut, die du in Andalusien kaum brauchst. Dazu unsere Einschätzung zur Sicherheitslage, die vor der Reise deutlich schlimmer klingt als sie ist.

Schau dir das komplette Video an, wenn du Andalusien vor der Buchung besser einschätzen willst. Alle geprüften Stellplätze, Routen und Spartipps für ganz Spanien liegen in unserem Lehmann Vlogs Spanien-Reiseführer mit interaktiver Google-Maps-Karte.

Häufig gestellte Fragen