Die meisten fahren von der französischen Grenze aus in einem Rutsch nach Andalusien durch und wundern sich später, warum die Reise sich wie eine Autobahnfahrt angefühlt hat. Wir von Lehmann Vlogs waren vier Monate mit dem Camper in Spanien unterwegs und haben daraus die eine Route gebaut, die wir selbst wieder fahren würden: einmal die komplette Ostküste, von den Felsbuchten der Costa Brava bis nach Gibraltar und weiter bis Sevilla und Cádiz. Acht Etappen, drei bis vier Wochen. Hier bekommst du die Reihenfolge, die Zwischenstopps, die Stellplatz-Lage pro Region und die Regeln, die dich sonst Geld kosten. Alle 246 von uns markierten Orte findest du in unserem Spanien-Reiseführer.
Die Route im Überblick: 8 Etappen an der Mittelmeerküste
Die Ostküste ist für uns die Route, die alles verbindet, was Leute suchen, wenn sie mit dem Camper nach Spanien fahren: Meer, Altstädte, Berge und im Süden das maurische Erbe. Und sie hat den praktischen Vorteil, dass du sie genau so fährst, wie du ohnehin ins Land kommst, nämlich von Norden nach Süden.
Wir haben die Strecke hier in acht Etappen gruppiert, so wie wir sie erzählt bekommen würden, wenn uns jemand fragt. Als durchgerechneter Etappenplan liegt dieselbe Küste in unserem Reiseführer, dort allerdings als Rundroute mit Rückweg über Murcia nach Barcelona: 2.669 Kilometer, ausgelegt auf drei bis vier Wochen. Das ist kein Sprint. Zwischen den großen Namen bleibst du immer wieder an der Küste stehen, und genau das macht den Unterschied.
Im Video zählen wir elf einzelne Stopps, hier fassen wir sie zu acht Etappen zusammen, weil manche Orte zusammengehören.
Die acht Etappen auf einen Blick:
| Etappe | Region | Was dich erwartet |
|---|---|---|
| 1 | Costa Brava | Mittelalterdörfer, weiße Häuserfronten, Felsbuchten |
| 2 | Barcelona | Gaudí, Gotisches Viertel, Umweltzone beachten |
| 3 | Valencia | Altstadt am Meer, Ursprung der Paella |
| 4 | Alicante & Costa Blanca | Küstenorte, Tram am Strand, viele Stellplätze |
| 5 | Cartagena | Römisches Theater, Yachthafen, entspanntes Stehen |
| 6 | Granada | Alhambra, Kopfsteinpflaster, Tapas zum Getränk |
| 7 | Málaga & Marbella | Kompakte Altstädte, Strandpromenaden, Flamenco |
| 8 | Gibraltar, Sevilla & Cádiz | Pfund statt Euro, Alcázar, Atlantikluft |
Wie du die Route verkürzt: Wenn du nur zwei Wochen hast, dreh in Alicante oder Cartagena um und lass Andalusien für die nächste Reise. Wenn du vier Wochen hast, nimmst du dir für Andalusien mehr Zeit und fährst im Landesinneren über Córdoba zurück. Die Reihenfolge bleibt in beiden Fällen gleich.
Etappe 1: Costa Brava, wo die meisten viel zu schnell durchfahren

Die Costa Brava ist die erste spanische Küste, die du erreichst, und sie wird deshalb von vielen als Durchfahrtsstrecke behandelt. Aus unserer Sicht ist das der erste Fehler der Route. Hier kommt der Moment, in dem du zum ersten Mal denkst: Ich bin in Spanien angekommen.
Unser konkreter Vorschlag für den ersten Nachmittag heißt Pals. Der Ort liegt ein paar Kilometer landeinwärts, hat einen autofreien mittelalterlichen Ortskern auf einem Hügel und fühlt sich an wie eine Zeitreise: Natursteinhäuser, enge Gassen, kleine Bögen und der Torre de les Hores über allem. Du brauchst dafür keinen ganzen Tag, eine Stunde reicht, um durchzulaufen.
Zum Stehen gibt es am Ortsrand einen von der Stadt ausgewiesenen, kostenlosen Wohnmobil-Parkplatz. Von dort sind es rund 15 Minuten zu Fuß in den Ortskern. Fahr nicht in die Altstadt hinein, die Straßen sind sehr eng.
Warum wir hier bremsen würden:
- •Die Orte sind klein genug, dass du sie zu Fuß in einer Stunde schaffst
- •Zwischen den Dörfern liegen Buchten, an denen du unterwegs anhalten kannst
- •In der Nebensaison ist es hier deutlich ruhiger als weiter südlich
- •Du bist nach der langen Anfahrt durch Frankreich noch nicht im Urlaubsmodus, und dafür ist die Costa Brava perfekt
Auf dem Platz in Pals weist die Beschilderung ausdrücklich darauf hin, dass Campingverhalten nicht erlaubt ist, also keine Stühle, keine Tische, keine Markise. Laut Schild drohen Strafen bis zu 300 Euro. Das ist die Regel, die in ganz Spanien über kostenlose Wohnmobil-Plätze entscheidet: Parken ja, campen nein. Wer sich daran hält, sorgt dafür, dass es diese Plätze im nächsten Jahr noch gibt.
Wie unser erster Tag an dieser Küste wirklich lief, inklusive Anreise über Frankreich und der Sicherheitslage rund um Barcelona, steht ausführlich im Bericht Costa Brava mit dem Wohnmobil.
Alle 246 markierten Orte für deine Spanien-Route
Die Route hast du jetzt. Was hier bewusst fehlt, sind die Plätze: wo wir frei gestanden haben, welcher Stellplatz sich gelohnt hat und welcher nicht, wo wir Wasser gefüllt und entsorgt haben. Das sind 246 Punkte auf unserer interaktiven Google-Maps-Karte, online und offline nutzbar.

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- •✅ 246 persönlich markierte Orte in Spanien
- •✅ Interaktive Google-Maps-Karte (online & offline)
- •✅ Stell- und Parkplätze für jede Etappe
- •✅ Eigene Bilder und Sterne-Bewertung für die wichtigen Plätze
Cadaqués und Roses: das weiße Dorf und die lange Promenade


Cadaqués ist der Ort, für den die Costa Brava in den Reiseführern steht. Weiße Häuser, die sich um eine Bucht legen, eine kleine Altstadt direkt am Wasser und die Kirche als Fixpunkt über allem. Salvador Dalí hatte sein Wohnhaus im Nachbarort Portlligat.
Die Anfahrt ist der Haken. Die Zufahrt ist kurvenreich und im Ort teilweise sehr eng. Ab etwa sieben Metern Fahrzeuglänge würden wir davon abraten. Parkplätze in Cadaqués selbst sind knapp, wir sind deshalb außerhalb geblieben und zu Fuß hineingelaufen, das dauert rund 15 Minuten.
Auf den Parkplätzen oberhalb des Ortes ist das Übernachten geduldet. In der Nebensaison war es für uns kostenlos, in der Hauptsaison wird eine Gebühr fällig. Wer schlecht bei Regen steht, sollte wissen, dass ein Schild vor Ort vor Überflutung bei Starkregen warnt.
Einen Tag brauchst du in Cadaqués nicht, aber der Stopp lohnt sich. Wenn du danach Richtung Süden fährst, liegt Roses direkt auf dem Weg: größer, unaufgeregter und mit einer langen Promenade, die abends zum Laufen einlädt.
Wie Roses als Basislager funktioniert und was es mit dem Kanalort Empuriabrava nebenan auf sich hat, haben wir in Roses mit dem Wohnmobil aufgeschrieben.
Etappe 2: Barcelona, und die Umweltzone, die viele übersehen

An Barcelona kommst du auf dem Weg nach Süden ohnehin vorbei, also stopp lieber gleich richtig. Wir hatten einen Tag, und im Rückblick würden wir zwei einplanen: einen Tag Sagrada Família und Gaudí, einen Tag Gotisches Viertel und Barceloneta.
Barcelona ist riesig, und trotzdem sieht keine andere Stadt so aus. Die Werke von Gaudí muss man gesehen haben, auch wenn man sie nicht schön findet. Und im Gotischen Viertel läufst du durch Gassen, in denen die Stadt plötzlich klein wird.
Das Wichtigste für Camper zuerst: die Umweltzone. Barcelona hat eine Zona de Bajas Emisiones, die laut der Stadt Barcelona über 95 Quadratkilometer umfasst und neben Barcelona auch Hospitalet de Llobregat, Sant Adrià de Besòs sowie Teile von Esplugues und Cornellà einschließt. Gemeint ist die Fläche innerhalb der beiden Ringstraßen Ronda de Dalt und Ronda Litoral.
| Punkt | Was gilt |
|---|---|
| Zeiten | Werktags Montag bis Freitag, 7 bis 20 Uhr |
| Freie Fahrt | Fahrzeuge mit spanischer DGT-Plakette 0, ECO, C oder B |
| Bußgeld | 200 Euro für das Befahren mit einem beschränkten Fahrzeug, plus 30 Prozent bei Schadstoff-Episoden. 100 Euro, wenn ein zulässiges Fahrzeug nicht vorab registriert war |
| Ausländische Kennzeichen | Müssen sich vorher registrieren |
Erfüllt dein Fahrzeug mit ausländischem Kennzeichen die Anforderungen nicht, gibt es Tagesgenehmigungen: 24 Tage pro Jahr, so steht es im metropolitanen Registerportal und in der Mitteilung der Stadt Barcelona zur Ordnungs-Aktualisierung vom 27. Januar 2023. Die Registrierung erledigst du vor der Reise, nicht an der Auffahrt.
Wir haben Barcelona gar nicht erst angefahren. Wir standen außerhalb und sind mit Bus und Zug in die Stadt, Tür zu Tür rund eine Stunde pro Richtung, und das war entspannter als jede Parkplatzsuche. Auf einen Stadtparkplatz in Barcelona würden wir uns mit dem Camper nicht stellen, und die Region gehört ohnehin zu den Ecken Spaniens, in denen wir lieber auf einen bewachten Platz fahren.
Etappe 3: Valencia, die unterschätzte Großstadt am Meer
Nach Barcelona fällt der Puls. Valencia ist zwar auch eine Großstadt, wirkt aber überhaupt nicht so. Für uns ist es die am meisten unterschätzte Stadt an dieser Küste.
Was Valencia für Camper besser macht als Barcelona: Die Stellplatz- und Freisteh-Lage ist deutlich entspannter, die Stadt liegt direkt am Meer, und du kannst einen Strandtag mit einem Altstadttag verbinden, ohne das Fahrzeug zweimal zu bewegen.
Was wir uns angesehen haben:
- •Die Torres de Serranos, das mittelalterliche Stadttor am Rand der Altstadt
- •Den Mercat Central, eine der großen Jugendstil-Markthallen Spaniens
- •Die Altstadt rund um die Kathedrale, mit dem für Valencia typischen Mix aus Gotik und Barock
- •Die moderne Ciudad de las Artes y las Ciencias, wenn du Architektur magst
Und das Essen: Die Paella entstand laut dem Tourismusbüro València im 16. Jahrhundert in der Albufera südlich der Stadt. Die klassische Paella Valenciana kommt dabei ohne Meeresfrüchte aus. Traditionell gehören Huhn, Kaninchen, grüne Bohnen, die dicke Garrofón-Bohne, Tomate und Safran hinein. Die Variante mit Meeresfrüchten heißt Paella de Marisco und ist ein eigenes Gericht, kein Original.


Warum über 1000+ Camper uns vertrauen

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| Unser Reiseführer | Buchhandel | |
|---|---|---|
| Google Maps Karte | ✅ | ❌ |
| Freistellplätze | ✅ | ❌ |
| Campingplatz Bewertungen | ✅ | ❌ |
| Routen & Tagespläne | ✅ | ❌ |
| Essen & Insider-Spots | ✅ | ❌ |
| Sparen & Praktische Tipps | ✅ | ❌ |
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Etappe 4: Alicante und die Costa Blanca, unser längster Stopp

Hier sind wir am längsten geblieben, und das war keine Planung, sondern der Ort. Wir standen vier bis fünf Tage auf einem Stellplatz zwischen Benidorm und Alicante, direkt an der Küste. Die Tram-Haltestelle lag keine fünf Minuten zu Fuß entfernt, nach Alicante waren es damit rund 30 Minuten und nach Benidorm etwa 50. Wir sind jeden Tag am Wasser spazieren gegangen und haben das Fahrzeug tagelang nicht bewegt.
Die Costa Blanca ist für Camper die einfachste Region dieser Route. Viele kleine Küstenorte, viele Stellplätze, und an einigen Stellen ist auch legales Freistehen möglich. Das ist der Grund, warum diese Küste unter Langzeitreisenden der Klassiker zum Überwintern ist.
Was du dir ansehen solltest:
- •Alicante: Die Burg Santa Bárbara über der Stadt, die Palmenallee Explanada de España mit ihrem gewellten Mosaikboden und abends die Restaurants in der Altstadt
- •Benidorm: Der Partyort der Briten, aber allein die Dichte an Hochhäusern auf so kleinem Raum ist sehenswert, dazu ein langer Stadtstrand
- •Die Orte dazwischen: Genau hier liegt der Reiz, kleine Buchten und Promenaden, an denen fast niemand anhält
Was in Alicante konkret lohnt und wie du die Stadt ohne Fahrzeug erreichst, steht in Alicante mit dem Wohnmobil. Und wenn du wissen willst, wie so ein Stellplatz an dieser Küste wirklich aussieht, haben wir einen davon in Camper Park Alicante komplett durchgecheckt.
Etappe 5: Cartagena, die Stadt, von der wir vorher nie gehört hatten

Cartagena stand bei uns nur als Zwischenstopp auf der Liste und wurde zu einem der Highlights der ganzen Reise. Die Stadt verbindet römische Geschichte mit einem schönen Yachthafen, und beides liegt fußläufig beieinander.
Mitten in der Altstadt liegt ein römisches Theater, das bei Grabungen ab Oktober 1988 wieder ans Licht kam und 1990 als Theater identifiziert wurde. Drumherum ein Rathaus im Modernismo-Stil, eine alte Kirchenruine und eine Innenstadt, die uns viel größer und lebendiger vorkam als erwartet.
Für die Route heißt das: Cartagena ist ein Tagesziel, kein Mehrtagesstopp. Du parkst außerhalb, läufst rein und fährst am nächsten Tag weiter Richtung Andalusien. Das Stehen war hier für uns unkompliziert.
Alle Details zur Stadt, den Eintritten und dem Parken haben wir in Cartagena mit dem Wohnmobil gesammelt.
Etappe 6: Granada, die eine Stadt, die du nicht auslassen darfst

Ab hier verlässt die Route kurz die Küste, und das ist es wert. In Granada steht die Alhambra, laut einer Mitteilung der Junta de Andalucía vom Januar 2026 mit 2.726.871 Besuchen im Jahr 2025 eine der meistbesuchten Sehenswürdigkeiten des Landes.
Wir würden immer hineingehen. Aber unterschätze nicht den Weg dorthin: Der Spaziergang durch die Altstadt, über Kopfsteinpflaster und durch enge Gassen hinauf, ist für sich genommen schon ein Grund für den Stopp. Vom Mirador de San Nicolás schaust du über das Tal direkt auf die Palastanlage.
In Granada gehört zu jedem bestellten Getränk in vielen Bars eine Tapa dazu, ohne Aufpreis. Das ist eine lokale Tradition, die es in dieser Form längst nicht in jeder spanischen Stadt gibt. Zwei bis drei Getränke am Abend ersetzen so schnell das Abendessen.
Tickets, Anfahrt mit dem Camper und wie du die Alhambra ohne Stress schaffst, steht in Granada mit dem Wohnmobil.
Etappe 7: Málaga und Marbella, unsere Lieblingsstadt im Süden


Málaga war für uns eine der schönsten Städte in ganz Spanien. Die Altstadt ist kompakt, du läufst in zwei Stunden alles ab, und trotzdem sitzt du danach noch stundenlang irgendwo mit einem Glas Wein.
Über der Stadt liegt die Festung Gibralfaro mit dem Blick auf Hafen und Mittelmeer, unten die Kathedrale, das römische Theater und das Picasso-Museum. Und es gibt eine Ecke am Strand, die für Camper interessant ist: eine Wohngegend an der Promenade mit Supermärkten in Laufweite, in der wir viel joggen waren.
Marbella liegt eine knappe Stunde weiter westlich und ist die Ergänzung, nicht die Alternative. Die Altstadt dreht sich um die Plaza de los Naranjos: weiße Fassaden, Orangenbäume, Cafés bis in den Abend. Wer nur die Marina von Puerto Banús kennt, hat Marbella nicht gesehen. Für uns war es außerdem der Ort, an dem wir zum ersten Mal eine Flamenco-Show gesehen haben. Nimm Ohrstöpsel mit, es wird laut.
Zeitbudget für den Süden, so wie wir es rückblickend einplanen würden:
| Stopp | Zeit vor Ort | Muss man gesehen haben |
|---|---|---|
| Cartagena | 1 Tag | Römisches Theater, Yachthafen |
| Granada | 2 Tage | Alhambra, Altstadt zu Fuß |
| Málaga | 2 bis 3 Tage | Gibralfaro, Altstadt, Strandpromenade |
| Marbella | halber Tag | Plaza de los Naranjos, Flamenco |
Danach liegt der Weg nach Gibraltar offen, und die Küstenstraße dorthin ist einer der schöneren Abschnitte der Costa del Sol. Die Details zu beiden Städten stehen in Málaga mit dem Wohnmobil und Marbella Sehenswürdigkeiten.
Etappe 8: Gibraltar, Sevilla und Cádiz als Zugabe


Gibraltar ist die skurrilste Etappe der Route. Du fährst über eine Grenze, und plötzlich wird Englisch gesprochen, es gilt britisches Recht und offizielle Währung ist das Gibraltar-Pfund. Dazu der 426 Meter hohe Felsen mit den Berberaffen und eine Hauptstraße, die die Landebahn des Flughafens kreuzt. Fliegt eine Maschine, schließen sich Schranken wie an einem Bahnübergang.
Drei Dinge, die du vorher wissen solltest:
- •Fahr nicht mit dem Wohnmobil hinein. Wir würden immer in La Línea de la Concepción auf spanischer Seite parken und zu Fuß über die Grenze gehen, das dauert nur wenige Minuten. Ausweispapiere gehören in die Tasche, es ist eine echte Grenze
- •Der Felsen kostet Eintritt. Das Upper Rock Nature Reserve mit den Affen kostet laut dem offiziellen Ticketshop des Reservats 30 Pfund für alle ab 12 Jahren und 22 Pfund für Kinder von 5 bis 11, unter 5 Jahren ist der Eintritt frei. Enthalten sind die Attraktionen im Reservat, unter anderem St. Michaels Cave, der Skywalk, die Great Siege Tunnels und die Apes Den. Die Seilbahn nach oben wird separat bezahlt
- •Gestanden haben wir auf spanischer Seite, zwei Nächte. Es ist Zweckmäßigkeit, keine Idylle: eine ganz normale kostenlose Fläche ohne Infrastruktur, tagsüber voll mit einheimischen Autos, nachts weitgehend ruhig. Achte auf die Beschilderung, auf einem Teil solcher Flächen ist das Stehen werktags tagsüber verboten. Welchen Punkt wir genau angefahren haben, liegt auf der Karte im Reiseführer
Eine Korrektur in eigener Sache: Im Video nennen wir Gibraltar den südlichsten Zipfel Europas. Das stimmt so nicht. Der südlichste Ort des europäischen Festlands ist Tarifa, rund 45 Straßenkilometer weiter westlich, und der südlichste Punkt ist die Punta de Tarifa auf der vorgelagerten Isla de las Palomas. Von dort sind es keine 15 Kilometer nach Marokko. Wenn du den echten südlichsten Punkt sehen willst, planst du Tarifa mit ein.
Wer noch Zeit hat, hängt Sevilla und Cádiz an. Der Königspalast Alcázar in Sevilla ist der Ort, an dem die Route ihren passenden Schlusspunkt findet: maurische Innenhöfe, Gärten und eine Architektur, die dir noch einmal zeigt, wie viele Kulturen an dieser Küste übereinanderliegen. Cádiz liegt auf einer schmalen Landzunge im Atlantik und fühlt sich komplett anders an als alle Mittelmeerorte davor.
Von Sevilla aus hast du zwei Möglichkeiten für den Rückweg. Entweder du fährst die Küste zurück, dann siehst du alles ein zweites Mal aus der anderen Richtung. Oder du nimmst den Weg durchs Landesinnere über Córdoba Richtung Norden. Wir würden die Rückfahrt bewusst anders legen als die Hinfahrt. Wie sich diese Ecke als eigene Runde fahren lässt, steht in Andalusien mit dem Wohnmobil.
Wann du diese Route fahren solltest
Unsere Route ist auf April bis Juni und September bis Oktober ausgelegt. Das hat zwei Gründe, und beide haben mit dem Camper zu tun.
Im Hochsommer sind die Küstenorte voll, die Stellplätze knapp und viele der kleinen Dörfer an der Costa Brava mit einem größeren Fahrzeug kaum noch erreichbar. Und im Süden wird es so heiß, dass du tagsüber ohnehin nicht durch Granada oder Sevilla läufst.
| Zeitraum | Für diese Route |
|---|---|
| April bis Juni | Beste Zeit, Plätze frei, Städte gut zu Fuß machbar. Für die Costa Brava nennt unser Reiseführer Mai und Juni |
| Juli und August | Küste voll, Süden sehr heiß, enge Dörfer schwierig |
| September und Oktober | Zweite beste Zeit, Wasser noch warm, weniger los |
| November bis März | Nicht als Rundreise, sondern zum Überwintern im Süden |
Wenn du überwintern willst, ist die Rechnung eine andere. Dann fährst du diese Route im Oktober oder November nach unten und bleibst an der Costa Blanca oder in Andalusien. Der Unterschied zum Sommerurlaub: Die Plätze im Süden sind im Winter gefragt, da lohnt sich frühes Buchen.
Was wir unterwegs anders gemacht hätten: weniger Strecke am Stück. Wir sind zwischen den großen Etappen immer wieder an der Küste stehen geblieben, meist direkt am Wasser oder in kleinen Buchten, und das waren rückblickend die besten Tage. Die Städte sind die Höhepunkte, aber die Route lebt von dem, was dazwischen liegt.
Fazit: die eine Route, die wir wieder fahren würden
Wenn dich jemand fragt, wo man in Spanien mit dem Wohnmobil anfangen soll, ist die Ostküste die ehrlichste Antwort. Du bekommst Meer, Städte und Kultur in einem Durchgang, die Infrastruktur für Camper wird nach Süden hin immer besser, und du kannst die Route je nach Zeitbudget nach oben und unten anpassen.
Drei bis vier Wochen sind der Punkt, an dem es sich nicht mehr nach Abhaken anfühlt. Mit zwei Wochen schaffst du die Hälfte, also etwa bis Cartagena, und das ist auch völlig in Ordnung, solange du dann nicht versuchst, trotzdem bis Gibraltar zu kommen.
Was wir hier nicht schreiben, sind die exakten Plätze. Wo wir frei gestanden haben, welcher Stellplatz sich gelohnt hat und welcher nicht, wo wir Wasser gefüllt und entsorgt haben: Das sind 246 markierte Punkte auf unserer Karte, die wichtigen Stell- und Parkplätze mit eigenen Bildern und einer Sterne-Bewertung. Die gehören zum Spanien-Reiseführer, zusammen mit sieben fertigen Routen und der kompletten Tagesplanung.
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Die Ostküste ist eine von sieben Routen im Reiseführer. Dazu Nordspanien, Zentralspanien, Andalusien und die Überwinterungsroute, jeweils mit Kilometern, Etappen und der besten Reisezeit. Plus alles zu Maut, Tanken, Wasser und Entsorgung.

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Spanien Ostküste Rundreise: Route, Stellplätze und Tipps für den perfekten Urlaub
Im Video fahren wir die komplette Route einmal von oben nach unten durch und zeigen dir, wie die einzelnen Etappen aussehen.
Schau dir die komplette Ostküsten-Route an. Alle 246 persönlich markierten Orte in Spanien mit interaktiver Google-Maps-Karte findest du im Lehmann Vlogs Spanien-Reiseführer.
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